„Schöpfen Sie Kraft für Ihren Alltag“

– 25.05.2016 – 

Nach sieben Tagen und 262 Kilometern Wegstrecke war es geschafft: Die Kölner Fußpilger sind am Montag Abend eingetroffen. Die Ankunft ist immer einer der Höhepunkte der Wallfahrt.
23.05.2016 Ankunft Kölner Pilger
Die Kölner gehören zu den größten Gruppen, die an der Walldürner Heilig-Blut- Wallfahrt teilnehmen. Am vergangenen Dienstag sind die Pilger in Köln-Porz gestartet, Richtung Walldürn, wie es Pilger seit über 360 Jahren tun. Müde und erschöpft, aber glücklich wurden die Pilger am Friedhof von den Patres des Franziskanerklosters mit Stadtpfarrer Pater Josef Bregula, OFM conv.,an der Spitze und Bürgermeister Markus Günther empfangen. Gekommen waren auch wieder viele Walldürner, die die Pilger empfingen.

Unter den Wallfahrern waren auch 38 Teilnehmer aus Walldürn und der Region. 467 Pilger nahmen an der Wallfahrt teil.

Gemeinsam ging es unter Glockengeläut auf das letzte Stück in Richtung Wallfahrtsbasilika. Dort angekommen versammelten sich die Wallfahrer für die Dankgebete rund um den Blutaltar.
Euphorie mitnehmen

Begrüßung durch Stadtpfarrer und Bürgermeister

Stadtpfarrer Pater Josef Bregula OFM conv., begrüßte die Pilger. “Sie haben es geschafft, sie sind am Ziel ihre Pilgerstrecke angekommen”, so der Stadtpfarrer. Der Weg war beschwerlich, das Wetter nicht immer wohlgesonnen. “Im Rückblick aber wird das Positive überwiegen. Das Miteinander, die Begegnungen, die Gebete, die stillen Momente. Schöpfen sie Kraft daraus für ihren Alltag. Nehmen sie die Euphorie mit und geben sie diese Euphorie an ihrte Mitmenschen weiter.” Die Ankunft der Kölnwallfahrt sei immer ein Erlebnis, so der Stadtpfarrer weiter, “und wir bilden hier gemeinsam eine Familie”.

Ankunft am Hl. Blut Altar

Pilgerführer Philip Beßlich sagte, man sei in Köln gestartet mit den Gedanken Brücken bauen, aufeinander zugehen, füreinander dasein. Er erinnerte an die sieben Brücken, die symbolisch für vieles stehen, was diese Wallfahrt ausmache. Sieben Tage sei man unterwegs gewesen, habe weiter sieben mal sieben Rosenkränze gebetet oder sieben mal sieben Phasen der Stille erlebt. Und wie eine Brücke brauche eine Wallfahrt stabile Pfeiler. Das seien auf dem Weg die Stationen gewesen, die Freunde und Wallfahrtsbekanntschaften, sie sich um die Pilger kümmerten.

Pilgerehrung für Ehepaar Gemmer am 23.05.2016

Und ganz am Ende gab es in der Wallfahrtsbasilika ein besonderes Jubiläum, so Beßlich: sieben mal sieben Wallfahrten, also insgesamt 49 Mal, haben sich mittlerweile Beate und Gerhard Gemmer auf den Weg nach Walldürn gemacht, was die Wallfahrer in der in mildes Licht getauchten Basilika mit einem herzlichen und langen Applaus würdigten.