Köln-Pilger spenden 6.800 Euro für Missionsprojekt in Indien

Es ist bereits eine lange und schöne Tradition, dass die Pilgerinnen und Pilger der Kölner Fußwallfahrt jedes Jahr während ihrer siebentägigen Wallfahrt nach Walldürn aus ihren Reihen für ein besonderes Hilfsprojekt spenden. „Mit den Füßen beten und mit dem Herzen schauen könnte man auch sagen“, so die Wallfahrtsleitung der Kölner Bruderschaft v. Kostbaren Blut in Porz-Urbach. In diesem Jahr haben die Pilger 6.800 Euro gespendet und konnten diesen Betrag bereits an das Missionsprojekt nach Adilabad im Bundesland Telangana in Indien weiterleiten. Über den früheren Mesner der Wallfahrtsbasilika Walldürn, Achim Kaltwasser, der seit Jahren Kontakt nach Indien zu Pater Mathew und dessen Kapuzinerorden pflegt, kam diese Spendenidee zustande.

 

Quelle: Achim Dörr, Walldürn

Dieses Missionsprojekt umfasst ein breites Konzept. Ein Schulgebäude, Kindergarten und Internat entstehen dort. Spielplatz, Bibliothek, Trinkwasseranlage, Kläranlage und Gartenanlage sollen folgen. Auch eine Kirche ist in Planung. Das Ganze entsteht dort quasi aus dem Nichts. Ganz notwendig für dieses Infrastrukturprojekt ist eine funktionierende Trinkwasserversorgung, wofür eine Brunnenanlage gebraucht und auch gebaut wird. Dafür wird die Spende der Köln-Pilger verwendet. Kapuziner-Pater Mathew hat ein sehr überzeugendes Konzept erarbeitet. Es beschränkt sich nicht nur auf eine einmalige schnell verpuffende Hilfe. Die Arbeit ist aufgebaut auf die Vermittlung von guter Bildung, Nachhaltigkeit, Ökologie, Stärkung der christlichen Minderheit und Vermittlung der christlichen Botschaft sowie der Werte wie Toleranz und Integration. Die Zielgruppe ist auch klar definiert: Kinder, die beide Eltern oder einen Elternteil verloren haben, Kinder aus katholischen Familien, aber auch anderen Religionszugehörigkeiten und unterschiedlichen sozialen Schichten sollen dort eine gute Erziehung ermöglicht bekommen und damit eine Basis für die Zukunft erhalten. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem finanziellen Beitrag diese Arbeit von Pater Mathew in Indien unterstützen können“, so die Wallfahrtsleitung der Kölner Bruderschaft. Bei Temperaturen bis zu 50 Grad ist die Brunnenanlage mit Trinkwasserversorgung ein wichtiger Mosaikstein innerhalb dieses gesamten Infrastrukturprojektes.