Blutschrein wird geöffnet – Im Gebet verbunden sein

Walldürner Blutschrein

Auch im Wallfahrtsbüro und Sekretariat der Seelsorgeeinheit steht das Telefon in diesen Tagen nicht mehr still und zahlreiche E-Mails kommen dort an. „In diesen Krisenzeiten ist es für alle eine extreme Belastung und wir wollen vor allem auch den Kontakt zu unseren Mitchristen und den Pilgern halten“, so Pater Josef Bregula OFM conv.

Derzeit laufen die Planungen für weitere pastorale Angebote in der Seelsorgeeinheit und auch Überlegungen zu den bevorstehenden Kar- und Ostertagen werden derzeit abgestimmt.

Besonders die Nachfragen zur Wallfahrt zum Heiligen Blut, geplant vom 7. Juni bis 5. Juli, häufen sich und die Wallfahrtsleitung ist mit dem Erzbistum in Freiburg und den Behörden dazu in Kontakt.

Die Verehrung des kostbaren Blutes mit dem Blutwunder in Walldürn, dass sich in diesem Jahr zum 690. Mal jährt, war und ist für viele Hunderttausende von Menschen von je her ein besonderer Zufluchtsort, gerade in Not- und auch persönlichen Krisenzeiten. „Wir wollen gerade jetzt in diesen schweren Zeiten ein Zeichen setzen und werden den Blutschrein für das Gebet, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, öffnen“, so der Wallfahrtsleiter Pater Josef. Vorgesehen sind zunächst immer der Sonntag und Mittwoch.

Nach Kirchenschließung um 18 Uhr wird der Schrein geöffnet und es wird für die Eindämmung und die Beendigung der Corona-Pandemie sowie für alle betroffenen Menschen, die medizinischen Kräfte, Hilfsorganisationen, politisch Verantwortlichen und alle Verstorbenen gebetet. Dies wird auch über die sozialen Medien kommuniziert, damit sich die Gläubigen und Pilger im Gebet verbinden können.

Am kommenden Sonntag, 29. März wird dies erstmals stattfinden. Der Blutschrein wird normal nur zur Wallfahrtszeit und bei den besonderen Wallfahrtstagen geöffnet.