Lobpreisabend „Stay and Pray“ im Advent – K-TV überträgt Christmette aus der Basilika

In der Adventszeit wird es wieder den Lobpreisabend „Stay and Pray“ geben. Diese eucharistische Abendandacht wird am kommenden Freitag, 9. Dezember um 19.30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut stattfinden. Dazu wird es Impulse zur Adventszeit und zum Thema „Licht“ geben. Auch die Schriftlesung, Meditationstexte sowie die neuen geistlichen Lieder sind darauf abgestimmt. In der abgedunkelten Wallfahrtsbasilika werden viele Kerzen brennen und somit eine besondere Atmosphäre an diesem Abend schaffen. Gerne können auch eigene Kerzen mitgebracht werden. Bereits vor dieser Abendandacht wird zur Einstimmung um 18 Uhr der Rosenkranz gebetet und um 18.30 Uhr die Heilige Messe gefeiert. Während des Lobpreisabends besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit einem Priester oder zum Empfang des Beichtsakraments.

In der Adventszeit überträgt der Katholische Fernsehsender K-TV die Abendmesse am Freitag, 16. Dezember um 18.30 Uhr und auch am Heiligen Abend, 24. Dezember, wird die Christmette um 18 Uhr ebenfalls live aus der Wallfahrtsbasilika durch K-TV und im Livestream des YouTube-Kanals der Seelsorgeeinheit Walldürn vom Online-Team übertragen. Aktuelle Informationen zu allen Angeboten im Advent gibt es auch im Pfarrblatt und auf den Internetseiten unter www.wallfahrt-wallduern.de oder www.se-wallduern.de.

Anbetung und Beichte in der Basilika

Am Donnerstag, 1. Dezember bietet die Seelsorgeeinheit Walldürn wieder die ganztägige eucharistische Anbetung in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut an. Nach der Heiligen Messe um 8 Uhr beginnt die stille Gebetszeit vor dem Allerheiligsten und dauert bis 18.30 Uhr. Um 17.45 Uhr wird gemeinsam der Rosenkranz gebetet und im Anschluss daran der sakramentale Segen erteilt. Danach beginnt um 18.30 Uhr die Eucharistiefeier.

Als erweitertes Angebot besteht an diesem Tag in der Basilika auch Beichtgelegenheit von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Um 15 Uhr wird in der Gemeinschaft der Anwesenden zusätzlich der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet. Dieser Tag steht besonders unter dem Anliegen um geistliche Berufungen. Zudem wird auch das Gebetsanliegen von Papst Franziskus miteinbezogen. Im Dezember betet der Papst, dass Non‐Profit‐Organisationen im Bemühen um menschliche Entwicklung, Menschen finden, denen das Gemeinwohl ein Anliegen ist und die unermüdlich auf der Suche nach internationaler Zusammenarbeit sind.

 

 

K-TV installierte neue Kameras in der Wallfahrtsbasilika

Ein Technikerteam von K-TV tauschte die Übertragungskameras aus und optimierte die Tonqualität für die Live-Übertragungen

Ein Technikerteam des katholischen Fernsehsenders K-TV hat in der Wallfahrtsbasilika neue Übertragungskameras installiert. Diese sind gegenüber den Vorgängermodellen flexibler und bringen eine bessere Übertragungsqualität. Gleichzeitig wurde auch die Tontechnik optimiert. K-TV überträgt bereits seit 2019 mit fest installierten Kameras aus der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut. Drei Jahre zuvor waren bereits mobile Kamerateams vor Ort im Einsatz um aus Walldürn zu berichten. Vor allem in der Hauptwallfahrtszeit und seit einem Jahr auch mindestens zwei bis dreimal im Monat erfolgen Live-Übertragungen der Eucharistiefeiern und Andachten aus der Basilika „Minor“. „Dies hat den Bekanntheitsgrad der Wallfahrt in Walldürn deutlich gesteigert“, betont auch die Wallfahrtsleitung. Die nächste Übertragung findet am Freitag, 4. November um 18.30 Uhr statt.

Leitwort 2023 nimmt Zukunft und Hoffnung in den Blick – Konstruktives Treffen der Pilgerführer

Pilgerführertreffen 2022

Ein volles Programm erwartete die Organisatoren und Teilnehmer des diesjährigen Pilgerführertreffens in der Wallfahrtsstadt. Die Entwicklung und Reflexions-Fragen der eigenen Wallfahrtsgruppe, Informationen zur Wallfahrt in Walldürn und die Vorstellung des Leitworts für die Wallfahrt 2023 standen dabei im Mittelpunkt der Zusammenkunft. Zunächst kam man aber zur gemeinsamen Eucharistiefeier in der Wallfahrtsbasilika zusammen, zu der Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv alle herzlich begrüßte. In seiner Predigt blickte der Franziskanerpater auf den Begriff der Freiheit, als eines der Schlagworte unserer Zeit. Gleichzeitig gäbe es aber auch Unfreiheit und Zwang und vieles unterliege Regeln und Gesetzten. „Damit wir frei sind, hat uns Christus befreit. Bleibt also fest, und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen. Ihr seid zur Freiheit berufen“, zitierte er Paulus im Brief an die Galater. „Wieso wurden aus den einfachen Geboten der Gottes- und Nächstenliebe so viele, komplizierte und oft unbegreifliche Gesetze?“, ergänzte Bregula. „Die Frage sei, was wir lieber wollen: Freiheit, die auch unbequem sein kann und uns einiges abverlangt an persönlicher Entscheidung vor Gott – oder Unfreiheit durch das Gesetz, was bequem ist, weil es uns letztlich alle Entscheidungen abnimmt.“ Fest steht: „Die Liebe zu Gott und zum Nächsten lässt uns erkennen, was richtig und gut ist.“

 

Einen sehr informativen und konstruktiven Austausch erlebten die Teilnehmer beim diesjährigen Treffen der Pilgerführer und Organisatoren der Fußwallfahrten in der Wallfahrtsstadt. Das Bild zeigt den Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv bei der Begrüßung im Pfarrheim

 

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Eva-Maria Kötter präsentierte anschließend das Leitwort zur Wallfahrt 2023, das inhaltlich von Pater Irenäus Wojtko OFMConv vorbereitet wurde, der an dem Treffen nicht teilnehmen konnte. „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“ (Jeremia 29, 11), so lautet das nächstjährige Thema zur Wallfahrt. Gerade in diesen unsicheren Zeiten suchen die Menschen nach einem Ort, einer Umgebung oder nach Mitmenschen, die Halt und Orientierung geben sowie Hoffnung, Perspektiven und Zukunft vermitteln. „In dieser Suche nach einer neuen Lebensperspektive lässt Gott uns nie allein und dazu verspricht er uns sein Wort durch seinen Propheten Jeremia“, so die Kernbotschaft der Vorstellung. „Was ist Hoffnung für mich“, mit dieser Frage wurde gemeinsam nach einer Reihe von Lösungsansätzen gesucht. Das Thema der Wallfahrt 2023 nehme das Christsein in den Blick und wurde mit verschiedenen Bibelstellen untermauert.

Mit den Fragestellungen: Welche Position nehmen wir ein? Wie gehen wir damit um? Bezeugen wir einen Gott, der auch heute mit uns unterwegs ist und sich um unser Wohl sorgt? wurden die Pilgerführer zum Nachdenken angeregt. Die Feststellung: „Die Verheißung Gottes, die uns durch Jesus Christus alle Hoffnung und Zukunft geben werde, kann nur Wirklichkeit werden, wenn es zugleich Frieden gibt – in uns selbst, in unseren Familien, in Nachbarschaften und in dieser Welt“, rundete die Präsentation ab. Mit einer kurzen Schlussandacht und dem Segen endete dann das Treffen in Walldürn.

 

Erfahrungsberichte von Pilgerführern waren hilfreich für den Blick auf die eigene Pilgergruppe. Eva-Maria Kötter (links stehend) moderierte die Diskussion.

Jugend-Wallfahrt ließ die Beziehung zu Jesus wachsen

Mit gleich fünf verschiedenen Gottesdienstformaten erlebten die Jugendlichen ein ganz besonderes und abwechslungsreiches Wallfahrtstreffen, das sich über den ganzen Tag hin zu einem richtigen Glaubensfest gesteigert hat. „Dieser Wallfahrtstag war ein Neuanfang als Angebot für die Jugendlichen, das sehr bereichernde und intensive Inhalte und Momente bot“, so das erste Fazit des Vorbereitungsteams. Darüber hinaus wurde auch noch die Ausstellung „Die Eucharistischen Wunder in der Welt“ eröffnet und damit das kurze Leben des Seligen Carlo Acutis in den Mittelpunkt gestellt, der sich als Vorbild für die Jugend, wie ein roter Faden durch diesen Tag gezogen hat.

 

 

Begonnen hatte der Tag mit einem Morgenlob in der Wallfahrtsbasilika, das von Pater Irenäus Wojtko OFMConv gehalten wurde. Dabei wurde im Gebet, in Psalmen, Fürbitten und  Liedern dem Heiligen Franziskus von Assisi gedacht, der an diesem Tag seine Wundmale empfing. Auch der Blutschrein wurde für diesen Wallfahrtstag ganztägig geöffnet. Mit einer Eucharistischen Lobpreis-Andacht, gestaltet vom Stay and Pray-Team wurde der Nachmittag eingeleitet. Eingebettet in zahlreiche neue geistliche Lieder wurden die Fragen eingebunden und betrachtet: Was bedeutet Lobpreis? Wie ist meine Beziehung zu Jesus? Wie stehe ich vor Gott?

 

Beim Jugend-Rosenkranz führte Gemeindereferent Adrian Ambiel die Jugendlichen in diese besondere Gebetsform ein und weckte Interesse und Neugierde bei den Teilnehmenden. Der Höhepunkt dieses Wallfahrtstages fand dann mit der Feier des Jugendgottesdienst statt, der von Pfarrer Alexander Eckert aus Esselbach vom pastoralen Raum Marktheidenfeld des Bistums Würzburg lebendig zelebriert wurde. Im liturgischen Dienst mit dabei waren sein Zwillingsbruder Diakon Tobias Eckert, Pater Irenäus und Gemeindereferent Adrian Ambiel. In seiner Predigt ging Pfarrer Eckert immer wieder auf das Leben und Wirken des Seligen Carlo Acutis ein, der mit seiner Glaubenshaltung als beispielhaft für die Jugend zu bezeichnen sei. „Carlos Blick ging dabei nicht nur nach Außen, sondern sehr oft nach Innen. Das, was uns heute oftmals fehlt, nämlich nach dem wahren Sinn zu suchen. Carlo hat Gott in sich entdeckt“, so Eckert. Und: „Die Eucharistie und die eucharistische Anbetung waren sein Lebensprogramm.“ Abschließend appellierte der Geistliche an die Jugendlichen: „Besucht öfters die Heilige Messe. Gebt Jesus einen Raum in Euren Herzen und Eurem Leben. Er hält immer ein Abenteuer für Euch bereit.“ Für den richtigen Ton im Jugendgottesdienst sorgte die Jugendband „Young Musicians“.

Danach gingen etwa achtzig Jugendliche mit brennenden Kerzen in einer Prozession zur St. Marienkirche, wo mit einem Taizé-Gebet dieser Tag einen wunderbaren Abschluss fand. Hierbei brachte die Musikgruppe „Klang4you“ einfühlsame Taizé-Lieder zu Gehör. Dieser Wallfahrtstag wird den Jugendlichen noch lange in Erinnerung bleiben und Adrian Ambiel blickte am Ende bereits in die Zukunft und ermunterte die Jugend bei Interesse sich an den Vorbereitungen zu beteiligen.

 

 

Stabilität entsteht unterwegs: Beim Radeln und beim Glauben – Trotz des schlechten Wetters überaus positive Resonanz

Das regnerische Wetter war alles andere als ideal für die Fahrradwallfahrt am vergangenen Samstag, aber nach zwei Jahren Corona-bedingten Absagen, ließen es sich die Fahrradpilger nicht nehmen daran teilzunehmen. Eine kleine Gruppe von zunächst fünfundzwanzig Radlerinnen und Radlern starte an der Friedenskapelle in Walldürn zur gemeinsamen Rundfahrt für den Frieden. Vier Stationen mit Gebeten, Lesungen, Meditationen, Fürbitten und gemeinsamen Liedern folgten bis man dann wieder an der Basilika ankam. Pater Irenäus Wojtko OFMConv, der die Gruppe begleitete, machte bei der letzten Station in der St. Marienkirche deutlich, dass es nicht immer auf die Größe einer Gruppe oder einer Sache ankommt: „Oftmals sind es eben die kleinen Werke, die den Ausschlag für etwas größeres Ganzes bewirken können, wie auch am Beispiel der indischen Ordensschwester und Missionarin Mutter Teresa.“

 

Zur großen Freude und Überraschung aller füllte sich dann aber das Pfarrheim beim gemeinsamen Mittagessen zunehmend, denn viele weitere Radpilger hatten sich aufgemacht und kamen sternförmig in die Wallfahrtsstadt geradelt. Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv, der zusammen mit Pater Irenäus und Diakon Ralf Hartmann aus Pflaumheim die Heilige Messe feierte, begrüßte die mittlerweile über hundert Radpilger aus Ubstadt-Weiher, Gerchsheim, Igersheim, Heidingsfeld, Löffelstelzen, Karlsdorf, Seckach, Dieburg, Höchberg, Pflaumheim, Großwallstadt, Huttenheim, Oberhausen, Krautheim-Klepsau, Philippsburg  sowie aus der eigenen Seelsorgeeinheit Walldürn.

„Lassen Sie sich als Fahrradpilger zum Heiligen Blut vom auferstandenen Herrn Jesus Christus anstecken. Geben Sie Zeugnis von Ihrem Glauben, damit andere Menschen durch Sie und durch Ihr Beispiel wieder zum Glauben finden“, rief der Franziskanerpater den Pilgern zu. Das Evangelium nach Lukas, vorgetragen von Diakon Ralf Hartmann, nahm den Weg der beiden Jünger nach Emmaus in den Blick. Pater Josef setzte danach in seiner Predigt dort an und stellte fest, dass es sich mit dem Glauben so verhält, wie mit dem Fahrradfahren: „Beides lässt sich nur unterwegs erlernen“. Die Stabilität komme erst beim Fahren und „so ist es auch mit dem Glauben“. Glaube sei nichts Beweisbares, bei dem man souverän im Sattel sitzen könnte. Glaube bleibt etwas Wackeliges, Gefährdetes, Hinterfragbares. „Dass der Glaube trägt, erlebst du erst, wenn du losfährst, denn Glaube wird erst in der Umsetzung stabil“, so der Wallfahrtsleiter. Die Frage lautete dann: Wie kann man sich auf das Fahrrad des Glaubens schwingen? Besuche von Jugendkreisen oder einer christlichen Freizeit. Das Gespräch mit Gott, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob er mich hört. Inspiration aus der Bibel oder die Unterstützung von Anderen, seien gute Beispiele. „Stabilität entsteht unterwegs – beim Radeln und beim Glauben“, so Pater Josef. In dieser heiligen Eucharistiefeier wurde in den Fürbitten besonders auch der lebenden und verstorbenen Fahrradwallfahrer gedacht. Zum Abschluss dieses Pilgertages wurde allen noch der Reisesegen erteilt und die Fahrräder auf dem Wallfahrtspatz gesegnet. Der abschließende Dank galt der Tourbegleitung, dem Küchenteam, dem Mesner und Organisten sowie allen, die zum Gelingen dieses Wallfahrtstages beigetragen haben.

Mit Gebeten für den Frieden auf dem Fahrrad unterwegs

Der Wunsch nach Frieden ist all gegenwärtig: Weltweit und nicht zuletzt verstärkt auch in Europa durch die Kriegshandlungen in der Ukraine. Friedensgottesdienste und -gebete werden vermehrt gehalten und Menschen helfen und verbinden sich aus Solidarität mit der notleidenden Bevölkerung. Nach zwei pandemiebedingten Absagen findet am Samstag, 10. September nun auch wieder die Fahrrad-Wallfahrt statt, die traditionsgemäß eine „Rundfahrt für den Frieden“ ist.
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Die Radstrecke um Walldürn ist rund 15 Kilometer lang und führt überwiegend auf Waldwegen um die Wallfahrtsstadt. Der Treffpunkt für die Radlerinnen und Radler aus Walldürn und Umgebung ist um 9.45 Uhr an der Friedenskapelle in der Würzburger Straße gegenüber den Walldürner Stadtwerken und der AGIP-Tankstelle. Die Abfahrt erfolgt dann nach einer ersten Gebetsstation um 10 Uhr und führt die Radgruppe über die Walldürner Heide vorbei an der Laurentiuskapelle durch den Walldürner Stadtwald in Richtung Jugendherberge. Die Rundfahrt führt dann weiter in Richtung Forstschutzhütte zur Kapelle am Märzenbrünnlein und über die „Mutterfichte“ in Richtung St. Marienkirche. Dort ist die vierte Station bevor sich die Radlergruppe dann abschließend durch die Stadt zur Basilika aufmacht.
Station Märzenbrünnle Fahrradwallfahrt
Bedingt durch das ideale Radwegenetz, das den Wallfahrts- und Erholungsort umgibt, machen sich auch immer mehr Radwallfahrer, teilweise zwei bis drei Tage auf den Weg nach Walldürn. Hierbei planen die Teilnehmer ihren Anfahrtsweg selbst und bekommen von der Walldürner Wallfahrtsleitung die Unterlagen für ihre Stationen zum Thema „Frieden“ zur Verfügung gestellt. Ein Küchenteam der Pfarrei sorgt ab 11.30 Uhr für das Mittagessen im Pfarrheim. Um 13.30 Uhr beginnt der Gottesdienst für die Radpilger in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut mit abschließender Segnung der Fahrräder auf dem Wallfahrtsplatz und dem Reisesegen für die Teilnehmer.

[Update] Internationale Ausstellung über Eucharistische Wunder initiiert vom Seligen Carlo Acutis

Die Ausstellung „Die Eucharistischen Wunder in der Welt“ wird vom 17. September bis 9. Oktober 2022 in der Wallfahrtsstadt Walldürn zu sehen sein und im Rahmen des Jugend-Wallfahrtstages am 17. September im Katholischen Gemeindezentrum offiziell eröffnet.  
Das Blutwunder im Jahre 1330 hat Walldürn weit über die Grenzen hinaus, auch international, bekannt gemacht. Die Wallfahrt zum Heiligen Blut hat sich daraus entwickelt und in all diesen Jahrhunderten kamen und kommen bis heute noch unzählige Pilger zu diesem Gnadenort in die Wallfahrtsstadt. Vieles wurde darüber hinaus über das Wallfahrtsgeschehen und die Entwicklungen der Pilgerströme geschrieben und berichtet. Nun ist das Blutwunder auch Teil einer internationalen Ausstellung. Wie es dazu kam:

Seliger Carlo Acutis (1991 – 2006)

Ein junger Teenager mit Namen Carlo Acutis, geboren 1991 in London, hatte zwischen seinem 11. und 14. Lebensjahr eine Webseite mit über 146 kirchlich anerkannten Eucharistischen Wundern in aller Welt erstellt. Dabei reiste er mit Unterstützung seiner Eltern teilweise zu den entsprechenden Orten um die Recherchen selbst zu machen. Dieser lebenslustige und computerbegabte Jugendliche, entwickelte schon früh eine sehr intensive Freundschaft mit Jesus. Der Besuch der Heiligen Messe, die Eucharistische Anbetung, seine Liebe zur Muttergottes, das Rosenkranzgebet und seine Sorge um die Armen, Benachteiligten und Obdachlosen waren ihm dabei sehr wichtig. Anfang Oktober 2006 erkrankte Carlo Acutis plötzlich an einer schweren Leukämie, die er für den Papst und die Kirche aufopferte. Er starb bereits nach wenigen Tagen am 12. Oktober mit nur 15 Jahren und wurde am 10. Oktober 2020 in Assisi seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 12. Oktober. Er ist somit der jüngste Selige im jetzigen Zeitalter, der die Heilige Eucharistie als „seine Autobahn in den Himmel“ bezeichnete.

Dem im Jahr 2020 seliggesprochenen Carlo Acutis ist die Ausstellung „Die Eucharistischen Wunder in der Welt“ zu verdanken, in der auch das Blutwunder von Walldürn aufgenommen ist. (c) Verein „Freunde von Carlo Acutis“

Eröffnung an der Jugend-Wallfahrt

Auf Grundlage seiner Arbeit und der erstellten Internetseite wurde so eine internationale Ausstellung in Form von Rollup-Bannern möglich und auch in deutscher Sprache konzipiert, die es in vier Teil-Paketen gibt. Aufgrund der starken Nachfrage und des Umfangs der Ausstellung, werden in Walldürn in einem ersten Teil fünfundzwanzig Banner im katholischen Gemeindezentrum zur Ausstellung gebracht. Das Vorbereitungsteam hat die Eröffnung der Ausstellung auf den Samstag der Jugend-Wallfahrt, den 17. September gelegt um damit auch einen starken Bezug zur Jugend herzustellen, für die Carlo Acutis ein echtes Vorbild war.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr

Samstag und Sonntag von 9 Uhr bis 18 Uhr

Ausstellungsort: Gemeindezentrum der Röm.-Kath. Kirchengemeinde Walldürn, Burgstr. 26, 74731 Walldürn

Informationen zum Seligen Carlo Acutis unter www.carloacutis.de

Erstmals wieder eine Jugend-Wallfahrt in Walldürn

Stay & Pray in der illuminierten Wallfahrtsbasilika

Man muss schon sehr lange auf die letzte Jugendwallfahrt in Walldürn zurückblicken, die damals 1985 als Sternwallfahrt der Jugend auf Dekanatsebene durchgeführt wurde. Umso mehr freut man sich, dass nun in diesem Jahr, am Samstag, 17. September, erstmals wieder für die Jugendlichen ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt werden konnte. Gemeindereferent Adrian Ambiel hat diesen speziellen Wallfahrtstag angeregt und mit verschiedenen spirituellen Angeboten in mehreren Teams ausgearbeitet. „Wir wollen an dem Tag besonders die diesjährigen aber auch frühen Firmanden, die Jugendgruppen in Walldürn und auch aus den benachbarten Seelsorgeeinheiten, anderen Dekanaten Freiburgs sowie den benachbarten Diözesen ansprechen“, so der Gemeindereferent.

Ein kleines Team aus der Seelsorgeeinheit Walldürn hat sich zu den inhaltlichen Elementen für diesen Tag vorab Gedanken gemacht. Konkret setzen dann verschiedene Gruppierungen das Ganze um. „Eine engagierte Gemeinschaftsleistung“, freut sich Ambiel.

Programm der Jugendwallfahrt 2022 in Walldürn

Programm der Jugendwallfahrt am 17.09.2022 in Walldürn

Bereits um 8 Uhr morgens beginnt der Tag mit der Laudes, dem Morgengebet der Kirche, in der Wallfahrtsbasilika. Um 10 Uhr wird im Katholischen Gemeindezentrum, Burgstraße 26, die Ausstellung „Eucharistische Wunder der Welt“ eröffnet, die maßgeblich dem im Jahr 2020 seliggesprochenen und mit fünfzehn Jahren verstorbenen Carlo Acutis zu verdanken ist. Das Blutwunder von Walldürn hat einen festen Platz in der Ausstellung. Eine Eucharistische Lobpreis-Andacht wird es um 14.30 Uhr geben, die auch live vom katholischen Fernsehsender K-TV übertragen wird. Die Gestaltung übernimmt die Gruppe Stay and Pray. Mit einem Jugend-Rosenkranz-Gebet um 18 Uhr wird dann in den Abend eingestimmt, bevor dann um 18.30 Uhr mit dem Jugendgottesdienst der Höhepunkt dieses Wallfahrtstages gefeiert wird. Die inhaltliche Gestaltung übernimmt das Vorbereitungsteam You(th), für die Musik ist die Jugendband Young Musicians zuständig. Am späteren Abend wird es dann noch eine Prozession zur St. Marienkirche geben, wo ab 20.30 Uhr mit einem Taize-Gebet der Tag beendet wird.

Ausstellung Eucharistische Wunder in Walldürn

 

„Wir haben jede Menge an Vorbereitung zu leisten, freuen uns auf dieses ansprechende Format und sind gespannt auf die Akzeptanz“, so die Verantwortlichen. Jugendliche, die in Gruppen kommen, müssen sich vorab per Mail unter gemeindereferent@se-wallduern.de oder telefonisch unter 06282/920321 anmelden. Weitere Informationen auch unter www.wallfahrt-wallduern.de

Franziskuskapelle: Ort der stillen Anbetung – 265 Stunden Anbetung zur Hauptwallfahrtszeit in Walldürn

Am kommenden Sonntag beginnt in Walldürn die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit unter dem Leitwort: „Wir sind gekommen, ihn anzubeten.“ Die Stelle ist aus dem Matthäus-Evangelium entnommen und stellt am eucharistischen Gnadenort zum Heiligen Blut in Walldürn besonders die Bedeutung und Beziehung zu Jesus Christus in den Mittelpunkt. Ziel für viele Pilger ist der Heilig-Blut-Altar mit dem Blutschrein und dem darin befindlichen Korporale. Nach zweijähriger Corona-bedingter Pause findet nun auch wieder die eucharistische Anbetung in der Franziskuskapelle im Gemeindezentrum statt. Diakon Friedhelm Bundschuh hat dazu mit großem Engagement insgesamt wieder 265 Anbetungsstunden mit Hilfe eines Gebetsteams abdecken können, sodass zu diesen Zeiten immer jemand für die Kapelle anwesend sein wird und dafür verantwortlich zeichnet. Von morgens um 8.30 Uhr bis abends um 18 Uhr findet im ersten Obergeschoss des Gemeindezentrums, direkt neben der Wallfahrtsbasilika, die eucharistische Anbetung in der Stille statt. Ausnahme ist an Fronleichnam (16.6.), am Großen Blutfeiertag (23.6.) und am Rita-Tag (7.7.) da beginnt die Aussetzung erst nach den Prozessionen bzw. des Hochamts ab 12 Uhr. Täglich um 18 Uhr wird in der Franziskuskapelle dann auch der eucharistische Segen erteilt. Alle Pilgerinnen und Pilger haben dorthin Zutritt und auch über einen Fahrstuhl kann die Kapelle barrierefrei erreicht werden. 265 Stunden Anbetung finden in diesen vier Wochen der Hauptwallfahrtszeit statt und unterstreichen damit die Bedeutung des Wallfahrtsorts in der Erzdiözese Freiburg, der im Jahr 1330 aus der Feier der Eucharistie heraus entstanden ist. Für die Pilger ist diese Anbetungskapelle auch ein dankbarer Rückzugsraum um nach einem ereignisreichen und anstrengenden Wallfahrtstag dort zur Ruhe und ins Gebet zu kommen.

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