Ende der Wallfahrtssaison und Pilgerführertreffen 2021 – Leitwort 2022

Mit dem Abschluss der ersten Wallfahrtssaison Mitte Oktober war auch das traditionelle Treffen der Pilgerführerinnen und Pilgerführer verbunden. Rund 50 Wallfahrtsorganisatoren kamen an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn zusammen um sich auszutauschen und zukünftige Planungen aus erster Hand zu erfahren.
Zu Beginn der Zusammenkunft, die Corona-bedingt komplett in der Wallfahrtsbasilika stattfand, wurde die Heilige Messe gefeiert, die Pater Josef Bregula OFMConv und sein Mitbruder Pater Kamil Piotrowski OFMConv zelebrierten. Nach der Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, wo es um das Vertrauen beim Beten ging, stellte der Wallfahrtsleiter die Frage: Wie es bei uns um das Bitten und Danken bestellt ist? Damit haben die heutigen Menschen große Schwierigkeiten und folglich auch mit dem Bittgebet. „Wenn ich frei und unabhängig bin, dann brauche ich niemanden um etwas zu bitten und bin niemandem einen Dank schuldig“, so oftmals die egoistische Sichtweise. Wir beten um Vieles, aber vergessen dabei unser aktives Mitwirken. „Richtiges Bitten zwingt uns gewissermaßen dazu, nicht nur nach unseren Wünschen zu fragen, sondern vor allem nach Gottes Willen. Dies wird vor allem im Vaterunser deutlich“, so Pater Josef.

Internetseite neu überarbeitet

Im Anschluss an die Eucharistiefeier begrüßte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Eva-Maria Kötter die Anwesenden und betonte, „dass eine bewegte Wallfahrtszeit hinter uns liegt“. Es waren viele Herausforderungen zu meistern und die zahlreichen digitalen Übertragungen durch das Online-Team, zeige eine neue Normalität. Auch die Internetseite der Wallfahrt wurde überarbeitet, die zukünftig noch mehr Informationen zu den einzelnen Pilgergruppen ermöglichen soll.
Bürgermeister Markus Günther überbrachte die Grüße der Stadt Walldürn und freute sich über das Zustandekommen des Treffens. Er zeigte einige infrastrukturelle Veränderungen im Kernstadtbereich auf. Die Straßensanierungen seien abgeschlossen sowie auch die Errichtung einer Toilettenanlage mit Busparkplatz unweit der Basilika. Das Stadt- und Wallfahrtsmuseum werde generalsaniert und dabei komme es auch zu einem Neubau für die Tourist-Information als Anlaufstelle für die Pilger.

Ruf Gottes folgen

Mit der anschließenden Präsentation des Themas für das Wallfahrtsjahr 2022, die Pater Irenäus Wojtko OFMConv inhaltlich konzipiert hat, gab die Wallfahrtsleitung einen Ausblick auf den Schwerpunkt für das kommende Jahr. „Wir sind gekommen, ihn anzubeten“, lautet das Motto, das dem zweiten Kapitel des Matthäus-Evangeliums entnommen ist. Bei der Hinführung zum Leitwort ging es aber zunächst um die Feststellung, dass von Anfang an das Pilgern und das Unterwegssein als eine Antwort auf Gottes Ruf zu sehen ist. Ob Abraham, Jakob und seine Familie oder das ganze Volk Israel, alle folgten dem Ruf Gottes. Auch heute pilgern jährlich weltweit rund vierzig Millionen Christen zu Heiligtümern. Darunter sind auch 136 Eucharistische Wallfahrtsorte, zudem Walldürn als Größter in Deutschland zählt. Im weiteren Verlauf der Vorstellung wurden die persönlichen Gründe des Pilgerns erörtert, die als vielschichtig und ganz individuell aufgezeigt wurden. „Das Leitwort für 2022 führt wieder zum Kern unseres Glaubens, zu Jesus Christus, als den Mittelpunkt und die Mitte unseres Lebens“. Es waren die Sterndeuter, die dem Stern folgten mit dem Ziel der Krippe in Betlehem und es sind heute tausende Pilger mit dem Ziel Walldürn, um dort den Blutschrein mit dem Korporale aufzusuchen und die Eucharistische Anbetung zu erleben, so eine Gegenüberstellung. Die abschließende Frage befasste sich mit dem eigenen Pilgerweg. Was ist meine Motivation? Was suche ich? Am Anfang steht vor allem eines: Nämlich die Entscheidung des Aufbruchs und des Losgehens.
In der abschließenden Diskussion und auch beim geselligen Austausch auf dem Wallfahrtsplatz wurde bekräftigt, dass man seitens der Wallfahrtsleitung an dem neuen Konzept einer Wallfahrtssaison mit integrierter Hauptwallfahrtszeit festhält. Denn: Viele Einzelpilger, kleinere Gruppen, Radler und Motorradgruppen sind das ganze Jahr über zur Gnadenstätte nach Walldürn gepilgert. Sei es als Ziel- oder Stationsort auf dem jeweiligen Pilgerweg. Der Blick des Wallfahrtsleiters Pater Josef Bregula mit seinem Team geht nach vorne in der Hoffnung, dass die Wallfahrt in Walldürn bald wieder im gewohnten Rahmen und ohne pandemie-bedingte Einschränkungen durchgeführt werden kann. Mit einer kurzen eucharistischen Andacht und dem sakramentalen Segen ging das Treffen zu Ende.

Tiersegnung zum Franziskusfest als Premiere gelungen

Die Premiere ist gelungen: Die erstmals durchgeführte Tiersegnung im Rahmen des Franziskusfestes fand am Sonntagnachmittag ein breites Echo. Rund 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren, teilweise mit ihren Tieren gekommen, um an der Lobpreis-Andacht mit anschließender Tiersegnung teilzunehmen. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Hunde, Hühner, Hasen und auch ein Pferd, die in die Andacht eingebunden waren, die Pater Kamil Piotrowski OFMConv vorbereitet und gehalten hatte. Er hob dabei besonders die Beziehung des Heiligen Franziskus zur Schöpfung und besonders zur Tierwelt hervor. Die Andacht wurde mit passenden Texten und Liedern, begleitet durch die beiden Gitarristen Volker Bundschuh und Achim Dörr, gestaltet und am Ende wurde die Segnung der Tiere vorgenommen. Ortsvorsteher Erich Bundschuh gab nach der Andacht noch Erläuterungen zu diesem Franziskusweg zwischen Glashofen und Reinhardsachen, der Franziskus-Schutzhütte und der Baumpflanzaktion der Landjugend auf der Walldürner Höhe.

Franziskusfest erstmal in der Wallfahrtssaison

Seitenaltar in der Wallfahrtsbasilika mit dem Heiligen Franziskus

Neu: Tiersegnung am 3. Oktober am Franziskusweg bei Glashofen

Nachdem die Franziskaner-Minoriten der Danziger Provinz im Jahr 2007 die Seelsorge in der Seelsorgeeinheit Walldürn und für die Wallfahrt zum Heiligen Blut übernommen haben, bekam auch das Franziskusfest in Walldürn eine ganz besondere Bedeutung im Ablauf des Kirchenjahres. Erstmals wird dieses Fest nun auch in die Wallfahrtssaison integriert. Die Gedenktage an den Heiligen Franz von Assisi finden am kommenden Sonntag und Montag statt. Auch eine Tiersegnung findet dabei ihre Premiere. „Es sind immer ganz besondere Tage, die wir Franziskaner-Minoriten zum Gedenken an unseren Ordensgründer begehen“, so der Leiter der Seelsorgeeinheit und der Wallfahrt zum Heiligen Blut, Pater Josef Bregula OFMConv.

 

Der Heilige aus Umbrien

Der Heilige Franz von Assisi lebte von 1182 bis 1226 in Assisi, war der Sohn wohlhabender Eltern und führte ein sorgenfreies Leben. Krieg und Krankheit hatten dann sein Leben erschüttert und er zog sich immer mehr in die Einsamkeit zurück. Etwa im Jahr 1205 hörte er die Stimme Christi vom Kreuz in San Damiano: „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf…!“ Von da an änderte Franziskus sein Leben und kümmerte sich um die Kranken, Aussätzigen und lebte in der Nachfolge Jesus Christus. Der Heilige aus Umbrien war besonders auch in der Sorge um die Schöpfung und allen Tieren zugeneigt.

Seitenaltar in der Wallfahrtsbasilika mit dem Heiligen Franziskus

Einer der Seitenaltäre in der Wallfahrtsbasilika ist auch dem Heiligen Franziskus (Mitte) gewidmet. Links sind die Hl. Barbara und rechts die Hl. Katharina v. Alexandria dargestellt

Höhepunkte zum Franziskusfest

Eröffnet werden diese beiden Festtage am Sonntag, 3. Oktober um 14 Uhr erstmals mit einer Lobpreis-Andacht und Tiersegnung an der Schutzhütte auf dem Franziskusweg zwischen Glashofen und Reinhardsachsen. Besonders sind hierzu auch die Kinder mit ihren Haus- und Lieblingstieren zu dieser Segnung eingeladen. Die Gedächtnisfeier, zum Heimgang („Transitus“) des Heiligen Franziskus, wird am Abend um 18.30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika begangen. Die Kirche wird dazu abgedunkelt und die Besucher werden gebeten eigene Kerzen mitzubringen. In dieser Feier wird das Leben und Sterben des Ordensvaters der Franziskaner betrachtet. Eine Schola umrahmt diese Feier mit franziskanischen Choralgesängen. Am nächsten Tag, Montag, 4. Oktober ist das Hochfest des Heiligen Franz von Assisi. Dazu findet in der Basilika um 18.30 Uhr ein Hochamt in den Anliegen der Franziskaner-Minoriten statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Kirchenchor unter der Leitung von Kirchenmusiker Sven Geier. Zuvor wird um 17.45 Uhr der Franziskus-Rosenkranz gebetet. Leider kann auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie im Anschluss an das feierliche Hochamt kein Begegnungstreffen im Pfarrsaal stattfinden. Die ganze Seelsorgeeinheit, Kinder, Jugendliche und Familien sowie die Pilger aus Nah und Fern sind zu diesen Feierlichkeiten eingeladen.

 

Programm im Überblick:

Sonntag, 3. Oktober: Transitus des Heiligen Franziskus

9.30 Uhr: Pilgergottesdienst und Hochamt für die Pfarrgemeinde; „Wandern für die Andern“ organisiert vom Förderverein für Missionsarbeit e.V. mitgestaltet durch die Band „Young Musicians“; anschließend Informationen über die Projekte auf dem Wallfahrtsplatz und Verkauf von Artikeln des „Eine Welt Laden“.

14 Uhr: Lobpreis-Andacht mit Tiersegnung an der Schutzhütte auf dem Franziskusweg nahe Glashofen

18.30 Uhr: Gedächtnisfeier („Transitus“) an den Heimgang des Heiligen Franziskus

 

Montag, 4. Oktober: Hochfest des Heiligen Franziskus

17.45 Uhr: Franziskus-Rosenkranz

18.30 Uhr: Pilgergottesdienst und Hochamt zu Ehren des Hl. Franziskus

 

Bibelbetrachtung – Begegnung mit dem Wort Gottes

Die Seelsorgeeinheit Walldürn bietet unter dem Begriff „Lectio Divina“ (Bibelbetrachtung) zu vier Terminen ein weiteres pastorales Angebot. Die Eröffnungsveranstaltung dazu findet am Mittwoch, 6. Oktober ab 19.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal Walldürn in der Burgstrasse 26 statt und dauert bis 21 Uhr.

Diese Form der Bibelbetrachtung ist eine Methode der Bibellesung, die eine persönliche Begegnung mit dem Wort Gottes sucht. Neben dem gründlichen Lesen des Textes gibt es weitere Schritte, die als eine Einheit betrachtet wird. Neben dem Lesen der Bibelstelle nehmen die Betrachtung und auch das Nachdenken darüber breiten Raum ein. Es folgen dann die Schritte: Sprechen mit und über Gott, die Kontemplation sowie schließlich die Aufforderung des Handels danach im Umgang miteinander im täglichen Leben. In der ersten Einheit wird gemeinsam der Bibeltext aus dem Evangelium nach Markus im Kapitel 10, Verse 17-27 betrachtet.

Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse notwendig. Es braucht nur die Bereitschaft, sich für die Begegnung mit dem Wort Gottes zu öffnen und neugierig auf die Beiträge der anderen Teilnehmenden zu sein. Es wird gebeten die eigene Bibel (Einheitsübersetzung) mitzubringen.

Weitere Treffen finden dann am Mittwoch, 10. November, Dienstag, 7. Dezember und Dienstag, 11. Januar 2022 statt.

Auch eine Teilnahme an einzelnen Terminen ist möglich. Interessierte sind herzlich eingeladen sich auf den Pfaden dieser Bibelbetrachtung und auf die Begegnung mit Gott einzulassen. Es wird darauf hingewiesen die gültigen Corona-Regeln zu beachten und die entsprechenden Nachweise mitzuführen.

Pilgergruppen auch außerhalb der Hauptwallfahrtszeit

Fußpilgergruppen im Spätherbst sind eigentlich bislang ein eher seltenes Bild in der Wallfahrtsstadt. Die Corona-Pandemie aber vor allem die in diesem Jahr erstmals eingeführte Wallfahrtssaison hat bei den Organisatoren verschiedener Pilgergruppen ein Umdenken ausgelöst.

Was so während der Hauptwallfahrtszeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich gewesen wäre, wurde jetzt also nachgeholt. Von der Fuldaer Fußwallfahrt kam am letzten Wochenende eine Abordnung der Malteser- und Rot-Kreuz-Gruppe, die ein Teilstück zu Fuß unterwegs waren. Auch eine größere Pilgergruppe aus Mömbris machte sich zum Heiligen Blut auf und holte ihren Termin von Ende Mai nach.

Die Heidingsfelder Radpilger des Radler-Teams der TGWH-Seniorengruppe 60plus radelten einmal mehr zum Walldürner Gnadenort und machten vor ihren Rückfahrt eine Rundfahrt um Walldürn, wo sie auch den Franziskusweg bei Glashofen ansteuerten. „Die Entscheidung für die Einführung einer Wallfahrtssaison vor und über die eigentliche Hauptwallfahrtszeit hinaus war richtig und hat viele Pilger dazu ermuntert doch noch nach Walldürn zu kommen“, so das erste Fazit der Verantwortlichen des Wallfahrtsausschusses.

 

Einzelpilger machten sich auf den Weg nach Walldürn

Aber auch vermehrt Einzelpilger waren in den letzten Wochen in der Basilika anzutreffen, die nicht zuletzt auch durch die zahlreichen Live-Übertagungen beim katholischen Fernsehsender K-TV und über den Livestream auf dem YouTube-Kanal der Seelsorgeeinheit Walldürn auf den Eucharistischen Wallfahrtsort im Odenwald aufmerksam wurden.

Wallfahrtssaion noch bis zum 16.10.2021

Die Wallfahrtstadt präsentiert sich auch bis zum Ende der Wallfahrtssaison am 16. Oktober, dank der Anbringung der neuen Wallfahrtsfahnen seitens der Stadtverwaltung an den Ortseingängen sowie rund um die Basilika, einladend und pilgerfreundlich. Auch die Devotionalien-geschäfte öffnen an den Wochenenden ihre Türen und die Hotellerie und Gastronomie werden sich ebenfalls über die Pilger freuen.

Motorradpilger aus dem Allgäu

Die Biker-Gruppe Sankt Nikolaus aus dem Ost-Allgäu machte im Rahmen ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt Station in der Wallfahrtsstadt Walldürn.

Motorradpilger aus dem Allgäu feierten Heilige Messe in der Basilika

Auch wenn in den letzten beiden Jahren die große Motorrad-Wallfahrt am Pfingstsamstag Corona-bedingt ausfallen musste, so kamen in den vergangenen Monaten doch immer wieder kleinere motorisierte Zweiradgruppen in die Wallfahrtsstadt. So auch am letzten Sonntag die Sankt Nikolausbiker aus Unterthingau bei Kempten im Ost-Allgäu. Die rund 20 Bikerinnen und Biker sind eine ganze Woche unterwegs und haben ihr Domizil im Odenwald bezogen, von wo aus sie Tagestouren unternehmen. Das Motto ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt lautet: „Kurvenreiche Auszeit im Odenwald“. Mittendrin in der Gruppe war auch ihr Pfarrer Edward Wastag, Leiter der dortigen Pfarrei und selbst passionierter Biker. Er zelebrierte am Sonntag-Vormittag dann auch das Hochamt in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut. Die Tageslesungen und Fürbitten wurden von den Mitgliedern der Biker-Gruppe vorgetragen und gestaltet. In seiner Predigt hob Pfarrer Wastag hervor, dass es wichtig sei, dass man mit dem Herzen spricht und davon ausgehend mit einer guten inneren Haltung Gott und den Menschen begegnet. Ein reines Bekenntnis nur mit den Lippen führt nicht zu Gott. Die Grundlage für ein gelingendes Leben liegt somit im Evangelium, das Jesus Christus uns Menschen verkündet hat.

 

Biker-Gruppe Sankt Nikolaus1(ac)

Die Biker-Gruppe Sankt Nikolaus aus dem Ost-Allgäu machte im Rahmen ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt Station in der Wallfahrtsstadt Walldürn.

 

Blutschrein wurde geöffnet

 

Da die Biker-Gruppe, aus dem Bistum Augsburg, offiziell angemeldet war, wurde auch der Blutschrein in der Basilika an diesem Vormittag eigens zu deren Aufenthalt geöffnet. Aufmerksam auf den Wallfahrtsort Walldürn wurde die Gruppe durch die Fernsehübertragungen durch K-TV und wie es der Zufall wollte wurde auch das Hochamt an diesem Sonntag bei K-TV und über den Livestream des YouTube-Kanals der Seelsorgeeinheit Walldürn live übertragen. Am Ende dankte Pfarrer Wastag für die freundliche Aufnahme an der Gnadenstätte und wünschte seiner Gruppe und allen Gottesdienstbesuchern eine gesegnete Woche, mit dem humorvollen Hinweis: „bitte bei den Mahlzeiten immer die Teller und Töpfe leer zu essen, damit sich das aktuelle schlechte Wetter bessern möge.“

Beginn der Hauptwallfahrtszeit – Zahlreiche Liveübertragungen in K-TV

Blick auf die Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn vom Wallfahrtsplatz
Am heutigen Dreifaltigkeits-Sonntag (30. Mai) beginnt die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit.

Die feierliche Öffnung des Blutschreins erfolgt im Rahmen des Hochamts um 9.30 Uhr durch den Freiburger Domkapitular Thorsten Weil. Nachdem die Wallfahrtszeit im letzten Jahr Corona-bedingt gänzlich ausgefallen ist wurde für dieses Jahr ein reduziertes Programm erstellt und die Wallfahrt zum Heiligen Blut in eine Wallfahrtssaison eingebunden, die bis zum 17. Oktober andauert.

„Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben bereits mehrere der traditionellen Fußwallfahrten ihr Kommen abgesagt, aber es werden sich immer wieder vereinzelte Pilger etappenweise auf den Weg nach Walldürn machen um in ihren Anliegen vor dem Blutschrein zu beten“, so die Wallfahrtsleitung nach Rückmeldungen einzelner Pilgergruppen.

Zahlreiche Pontifikalämter und Blutandachten (Siehe Übersicht) werden in diesen vier Wochen bis zum Sonntag, 27. Juni vom katholischen Fernsehsender K-TV sowie über den YouTube-Kanal der Seelsorgeeinheit Walldürn live übertragen.
Die Anmeldungen zur Teilnahme an den Gottesdiensten während der Hauptwallfahrtszeit erfolgt ausschließlich per Telefon unter 06282/920314 jeweils montags von 8.30 Uhr bis 11 Uhr. Bedingt durch die weiter anhaltende Corona-Lage wurden auch die beiden Prozessionen an Fronleichnam und am Blutfeiertag abgesagt. Auch können keine Lichterprozessionen stattfinden. Zusätzlich zum Platzangebot in der Wallfahrtsbasilika können auch die verfügbaren Plätze am Wallfahrtsplatz genutzt werden. Die Gottesdienste werden nach Außen übertragen.

Pilgertag am 08.Mai 2021

Am Samstag, 8. Mai findet an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn ein weiterer Pilgertag statt. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Wallfahrtssaison, die noch bis zum 17. Oktober andauern wird.

Die Geschichte der Wallfahrt in Walldürn geht auf das Ereignis im Jahre 1330 zurück und wird bis heute lebendig gehalten.

Sie können Ihren Pilgertag ganz individuell gestalten und an folgenden Gottesdienstzeiten teilnehmen:

  • 9:30 Uhr Pilgeramt
    • anschl. Besuch der Lourdes-Grotte
  • individueller Pilgerweg zum Märzenbrünnlein (2,5 km, ausgeschildert); Start am Wallfahrtsplatz
  • Stilles Gebet am Blutaltar
  • 18:00 Uhr Rosenkranz
  • 18:30 Uhr Heiliges Amt

 

Eine Pilgertour mit dem Auto, Wohnmobil, Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß ist sicherlich ein Erlebnis und gibt Ihnen Kraft und Stärke für den Alltag.

 

Patrozinium in der Basilika und „Stay&Pray“ am 23.04.2021

Das Hochfest des Heiligen Georg begeht die katholische Kirche am kommenden Freitag, 23. April. Auch ein besonderer Tag für die Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, deren erster Kirchenpatron der Heilige ist. Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, der um 280 in Kappadokien in der heutigen Türkei geboren wurde, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und gegen einen zunächst übermächtig erscheinenden Drachen kämpft. Das Hochamt für die Pfarrgemeinde zu diesem Patrozinium beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss daran findet die gestaltete eucharistische Abendandacht „Stay&Pray – bleiben und beten“ statt. Das Thema an diesem Abend lautet: „Jesus, du bist da!“ Verschiedene Gebete und neue geistliche Lieder werden zu hören sein und auch eine Phase der stillen Anbetung findet Berücksichtigung. Nach einem Heilungsgebet, Fürbitten und dem Vaterunser endet diese Anbetungsstunde gegen ca. 20.30 Uhr mit dem sakramentalen Schlusssegen. Aufgrund der Corona-Situation kann auch weiterhin nur eine begrenzte Anzahl von Gläubigen an dem Gottesdienst teilnehmen. Der Einlass erfolgt ausschließlich durch das Hauptportal. Eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung ist beim Betreten, Verlassen und während des Gottesdienstes zu tragen. Die Zuweisung der Sitzplätze erfolgt über den Ordnungsdienst.

Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Am kommenden Wochenende findet die weltweite 24-Stunden Gebetsaktion für geistliche Berufungen statt. Auch in der Wallfahrtsstadt werden dazu stundenweise am Samstag, 24. April in der Wallfahrtsbasilika und am Sonntag, 25. April in der St. Marienkirche Eucharistische Anbetungszeiten ab 15 Uhr angeboten. An beiden Tagen, die auch Teil des diesjährigen Wallfahrtsprogramms sind, schließt sich nach den Anbetungsstunden um 17.30 Uhr das Rosenkranzgebet mit sakramentalem Schlusssegen und danach um 18.30 Uhr die Feier der Heiligen Messe an. „Werft die Netze aus“ steht über dieser Gebetsinitiative an der aktuell knapp 180 Städte und Gemeinden vor allem aus Deutschland, Polen, Österreich und Italien teilnehmen. Diese Aktion lebt vom Gebet ganz in der Stille aber auch in gestalteter Form des Lobpreises. Das Lukas-Evangelium berichtet: „Der Herr sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ Der Priestermangel und die Rückgänge in den Ordensgemeinschaften und den damit verbundenen Auswirkungen für unsere Ortskirchen treten immer deutlicher zutage. Nicht zuletzt reagiert auch das Erzbistum Freiburg mit der „Kirchenentwicklung 2030“ auf diese Situation wird daher neue Strukturen in Form von größeren Pfarreinheiten schaffen. „Wie notwendig dieses Gebet ist, zeigt uns die aktuelle Situation der Kirche. Wir spüren deutlich, dass es eine Erneuerung der Kirche braucht, um das Evangelium glaubwürdig verkünden zu können“, so das Zentrum für Berufungspastoral in Freiburg auf ihrer Internetseite. Auch die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt dieses weltweite Gebetsanliegen. Die Initiative „Werft die Netze aus“ will dazu einladen, gegen alle Resignation und Enttäuschung die Nähe zu Gott zu suchen und seinen Auftrag, für zukünftige Arbeiter im Weinberg zu beten, in die Tat umzusetzen. „Wir wollen uns daher im Gebet in diesem Anliegen wieder miteinander verbinden und zu einer tiefen Erneuerung des Glaubens und der Kirche in unserem Land beitragen und darum beten, dass der Herr uns die Menschen sendet, die dazu bereit sind, mit Hingabe das Evangelium zu verkünden“, so die Initiative der Berufungspastoral weiter. Das Leitwort „Werft die Netze aus“ beinhaltet aber noch weit mehr: Es erinnert an den Aufruf Jesu an Petrus und seine Gefährten das Netz nach einer erfolglosen Nacht des Fischfangs abermals auszuwerfen. Somit stehen Vertrauen und Zuversicht in Gottes Führung im Mittelpunkt.

Auf der Homepage unter: www.werft-die-netze-aus.de kann man auf einer interaktiven Karte verfolgen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten in diesem Anliegen weltweit gebetet wird.

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