Motorradpilger aus dem Allgäu

Die Biker-Gruppe Sankt Nikolaus aus dem Ost-Allgäu machte im Rahmen ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt Station in der Wallfahrtsstadt Walldürn.

Motorradpilger aus dem Allgäu feierten Heilige Messe in der Basilika

Auch wenn in den letzten beiden Jahren die große Motorrad-Wallfahrt am Pfingstsamstag Corona-bedingt ausfallen musste, so kamen in den vergangenen Monaten doch immer wieder kleinere motorisierte Zweiradgruppen in die Wallfahrtsstadt. So auch am letzten Sonntag die Sankt Nikolausbiker aus Unterthingau bei Kempten im Ost-Allgäu. Die rund 20 Bikerinnen und Biker sind eine ganze Woche unterwegs und haben ihr Domizil im Odenwald bezogen, von wo aus sie Tagestouren unternehmen. Das Motto ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt lautet: „Kurvenreiche Auszeit im Odenwald“. Mittendrin in der Gruppe war auch ihr Pfarrer Edward Wastag, Leiter der dortigen Pfarrei und selbst passionierter Biker. Er zelebrierte am Sonntag-Vormittag dann auch das Hochamt in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut. Die Tageslesungen und Fürbitten wurden von den Mitgliedern der Biker-Gruppe vorgetragen und gestaltet. In seiner Predigt hob Pfarrer Wastag hervor, dass es wichtig sei, dass man mit dem Herzen spricht und davon ausgehend mit einer guten inneren Haltung Gott und den Menschen begegnet. Ein reines Bekenntnis nur mit den Lippen führt nicht zu Gott. Die Grundlage für ein gelingendes Leben liegt somit im Evangelium, das Jesus Christus uns Menschen verkündet hat.

 

Biker-Gruppe Sankt Nikolaus1(ac)

Die Biker-Gruppe Sankt Nikolaus aus dem Ost-Allgäu machte im Rahmen ihrer diesjährigen Motorrad-Wallfahrt Station in der Wallfahrtsstadt Walldürn.

 

Blutschrein wurde geöffnet

 

Da die Biker-Gruppe, aus dem Bistum Augsburg, offiziell angemeldet war, wurde auch der Blutschrein in der Basilika an diesem Vormittag eigens zu deren Aufenthalt geöffnet. Aufmerksam auf den Wallfahrtsort Walldürn wurde die Gruppe durch die Fernsehübertragungen durch K-TV und wie es der Zufall wollte wurde auch das Hochamt an diesem Sonntag bei K-TV und über den Livestream des YouTube-Kanals der Seelsorgeeinheit Walldürn live übertragen. Am Ende dankte Pfarrer Wastag für die freundliche Aufnahme an der Gnadenstätte und wünschte seiner Gruppe und allen Gottesdienstbesuchern eine gesegnete Woche, mit dem humorvollen Hinweis: „bitte bei den Mahlzeiten immer die Teller und Töpfe leer zu essen, damit sich das aktuelle schlechte Wetter bessern möge.“

Beginn der Hauptwallfahrtszeit – Zahlreiche Liveübertragungen in K-TV

Blick auf die Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn vom Wallfahrtsplatz
Am heutigen Dreifaltigkeits-Sonntag (30. Mai) beginnt die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit.

Die feierliche Öffnung des Blutschreins erfolgt im Rahmen des Hochamts um 9.30 Uhr durch den Freiburger Domkapitular Thorsten Weil. Nachdem die Wallfahrtszeit im letzten Jahr Corona-bedingt gänzlich ausgefallen ist wurde für dieses Jahr ein reduziertes Programm erstellt und die Wallfahrt zum Heiligen Blut in eine Wallfahrtssaison eingebunden, die bis zum 17. Oktober andauert.

„Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben bereits mehrere der traditionellen Fußwallfahrten ihr Kommen abgesagt, aber es werden sich immer wieder vereinzelte Pilger etappenweise auf den Weg nach Walldürn machen um in ihren Anliegen vor dem Blutschrein zu beten“, so die Wallfahrtsleitung nach Rückmeldungen einzelner Pilgergruppen.

Zahlreiche Pontifikalämter und Blutandachten (Siehe Übersicht) werden in diesen vier Wochen bis zum Sonntag, 27. Juni vom katholischen Fernsehsender K-TV sowie über den YouTube-Kanal der Seelsorgeeinheit Walldürn live übertragen.
Die Anmeldungen zur Teilnahme an den Gottesdiensten während der Hauptwallfahrtszeit erfolgt ausschließlich per Telefon unter 06282/920314 jeweils montags von 8.30 Uhr bis 11 Uhr. Bedingt durch die weiter anhaltende Corona-Lage wurden auch die beiden Prozessionen an Fronleichnam und am Blutfeiertag abgesagt. Auch können keine Lichterprozessionen stattfinden. Zusätzlich zum Platzangebot in der Wallfahrtsbasilika können auch die verfügbaren Plätze am Wallfahrtsplatz genutzt werden. Die Gottesdienste werden nach Außen übertragen.

Pilgertag am 08.Mai 2021

Am Samstag, 8. Mai findet an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn ein weiterer Pilgertag statt. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Wallfahrtssaison, die noch bis zum 17. Oktober andauern wird.

Die Geschichte der Wallfahrt in Walldürn geht auf das Ereignis im Jahre 1330 zurück und wird bis heute lebendig gehalten.

Sie können Ihren Pilgertag ganz individuell gestalten und an folgenden Gottesdienstzeiten teilnehmen:

  • 9:30 Uhr Pilgeramt
    • anschl. Besuch der Lourdes-Grotte
  • individueller Pilgerweg zum Märzenbrünnlein (2,5 km, ausgeschildert); Start am Wallfahrtsplatz
  • Stilles Gebet am Blutaltar
  • 18:00 Uhr Rosenkranz
  • 18:30 Uhr Heiliges Amt

 

Eine Pilgertour mit dem Auto, Wohnmobil, Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß ist sicherlich ein Erlebnis und gibt Ihnen Kraft und Stärke für den Alltag.

 

Patrozinium in der Basilika und „Stay&Pray“ am 23.04.2021

Das Hochfest des Heiligen Georg begeht die katholische Kirche am kommenden Freitag, 23. April. Auch ein besonderer Tag für die Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, deren erster Kirchenpatron der Heilige ist. Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, der um 280 in Kappadokien in der heutigen Türkei geboren wurde, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und gegen einen zunächst übermächtig erscheinenden Drachen kämpft. Das Hochamt für die Pfarrgemeinde zu diesem Patrozinium beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss daran findet die gestaltete eucharistische Abendandacht „Stay&Pray – bleiben und beten“ statt. Das Thema an diesem Abend lautet: „Jesus, du bist da!“ Verschiedene Gebete und neue geistliche Lieder werden zu hören sein und auch eine Phase der stillen Anbetung findet Berücksichtigung. Nach einem Heilungsgebet, Fürbitten und dem Vaterunser endet diese Anbetungsstunde gegen ca. 20.30 Uhr mit dem sakramentalen Schlusssegen. Aufgrund der Corona-Situation kann auch weiterhin nur eine begrenzte Anzahl von Gläubigen an dem Gottesdienst teilnehmen. Der Einlass erfolgt ausschließlich durch das Hauptportal. Eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung ist beim Betreten, Verlassen und während des Gottesdienstes zu tragen. Die Zuweisung der Sitzplätze erfolgt über den Ordnungsdienst.

Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Am kommenden Wochenende findet die weltweite 24-Stunden Gebetsaktion für geistliche Berufungen statt. Auch in der Wallfahrtsstadt werden dazu stundenweise am Samstag, 24. April in der Wallfahrtsbasilika und am Sonntag, 25. April in der St. Marienkirche Eucharistische Anbetungszeiten ab 15 Uhr angeboten. An beiden Tagen, die auch Teil des diesjährigen Wallfahrtsprogramms sind, schließt sich nach den Anbetungsstunden um 17.30 Uhr das Rosenkranzgebet mit sakramentalem Schlusssegen und danach um 18.30 Uhr die Feier der Heiligen Messe an. „Werft die Netze aus“ steht über dieser Gebetsinitiative an der aktuell knapp 180 Städte und Gemeinden vor allem aus Deutschland, Polen, Österreich und Italien teilnehmen. Diese Aktion lebt vom Gebet ganz in der Stille aber auch in gestalteter Form des Lobpreises. Das Lukas-Evangelium berichtet: „Der Herr sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ Der Priestermangel und die Rückgänge in den Ordensgemeinschaften und den damit verbundenen Auswirkungen für unsere Ortskirchen treten immer deutlicher zutage. Nicht zuletzt reagiert auch das Erzbistum Freiburg mit der „Kirchenentwicklung 2030“ auf diese Situation wird daher neue Strukturen in Form von größeren Pfarreinheiten schaffen. „Wie notwendig dieses Gebet ist, zeigt uns die aktuelle Situation der Kirche. Wir spüren deutlich, dass es eine Erneuerung der Kirche braucht, um das Evangelium glaubwürdig verkünden zu können“, so das Zentrum für Berufungspastoral in Freiburg auf ihrer Internetseite. Auch die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt dieses weltweite Gebetsanliegen. Die Initiative „Werft die Netze aus“ will dazu einladen, gegen alle Resignation und Enttäuschung die Nähe zu Gott zu suchen und seinen Auftrag, für zukünftige Arbeiter im Weinberg zu beten, in die Tat umzusetzen. „Wir wollen uns daher im Gebet in diesem Anliegen wieder miteinander verbinden und zu einer tiefen Erneuerung des Glaubens und der Kirche in unserem Land beitragen und darum beten, dass der Herr uns die Menschen sendet, die dazu bereit sind, mit Hingabe das Evangelium zu verkünden“, so die Initiative der Berufungspastoral weiter. Das Leitwort „Werft die Netze aus“ beinhaltet aber noch weit mehr: Es erinnert an den Aufruf Jesu an Petrus und seine Gefährten das Netz nach einer erfolglosen Nacht des Fischfangs abermals auszuwerfen. Somit stehen Vertrauen und Zuversicht in Gottes Führung im Mittelpunkt.

Auf der Homepage unter: www.werft-die-netze-aus.de kann man auf einer interaktiven Karte verfolgen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten in diesem Anliegen weltweit gebetet wird.

Eröffnung der ersten Wallfahrtssaison am 11. April – K-TV überträgt live

Am kommenden Sonntag, 11. April wird erstmals in der Geschichte der Wallfahrt zum Heiligen Blut in Walldürn eine Wallfahrtssaison eröffnet, die bis zum 17. Oktober dieses Jahres andauert. In dieser Zeit ist auch die traditionelle vierwöchige Hauptwallfahrtszeit vom 30. Mai bis 27. Juni integriert. Die Wallfahrtsleitung möchte damit die Bedeutung der Wallfahrt in Walldürn mit dem Blutwunder aus dem Jahre 1330 unterstreichen und verstärkt darauf hinweisen. Durch die Corona-Pandemie haben die Pilgergruppen somit auch neue Gestaltungsspielräume, die in dieser Zeit genutzt werden können.

Der feierliche Eröffnungsgottesdienst als Hochamt für die gesamte Seelsorgeeinheit und die Pilger findet um 9.30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika statt und wird vom Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv zelebriert. „Die Feier der Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt unseres kirchlichen Lebens und dies wird gerade an der Gnadenstätte zum Kostbaren Blut in Walldürn besonders deutlich“, so Pater Josef. Dieser Sonntag nach Ostern wird in der katholischen Kirche auch als Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit gefeiert. Papst Franziskus hatte mit seiner Bulle „Misericordiae vultus“ am 11. April 2015, aus Anlass des 50. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Vatikanischen Konzils, für 2016 ein außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen.

Im Jubiläumsjahr der göttlichen Barmherzigkeit 2016 wurden dafür rund 1000 Priester aus allen Teilen der Erde zu Missionaren der Barmherzigkeit ernannt. Darunter 19 Priester aus Deutschland zu denen auch Pater Irenäus Wojtko OFMConv zählt, der im letzten Jahr in den Franziskanerkonvent nach Walldürn kam. Um 15 Uhr wird, wie in den vergangenen Jahren auch, die Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit gefeiert, die von Pater Irenäus gehalten wird. Das Sakrament der Versöhnung, die persönliche Beichte, steht an diesem Tag besonders im Mittelpunkt und es werden vor der Andacht von 14 bis 15 Uhr und nach der Andacht noch bis 17 Uhr jeweils in der Franziskuskapelle und im Pfarrsaal Beichtmöglichkeiten angeboten.

Liveübertragung auf K-TV und YouTube

Beide Gottesdienste werden an diesem Tag vom katholischen Fernsehsender K-TV und vom Online-Team der Seelsorgeeinheit über deren YouTube-Kanal live übertragen. Die zur Verfügung stehenden Plätze in der Basilika werden durch den Ordnungsdienst zugewiesen. Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sind zu beachten. Das gesamte Wallfahrtsprogramm 2021 steht im Internet unter www.wallfahrt-wallduern.de und liegt auc

h in gedruckter Form an den Schriftenständen der Basilika aus.

Österlicher Lichtweg „Via Lucis“ in Walldürn als weiteres Angebot

Noch unter dem positiven Eindruck des „Extrem-Kreuzwegs“ hat das Vorbereitungsteam für die Zeit ab Ostern ein weiteres pastorales Angebot entwickelt: Den Emmaus- oder Lichtweg „Via Lucis“ in Walldürn. Es ist somit die Fortsetzung vom Kreuzweg hin zum österlichen Lichtweg und stellt dabei die Betrachtung der Botschaft von der Auferstehung und den Weg des auferstandenen Herrn Jesus Christus in den Mittelpunkt. Dabei soll dieser Weg das Ostergeheimnis erschließen: Durch Jesu Leiden, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung kommt Licht, Hoffnung und neue Dynamik in unser Leben. „Wer sich von der österlichen Botschaft des Lebens wahrhaft ergreifen lässt und Jesus Christus folgt, der entwickelt eine unglaubliche Dynamik in seinem Leben“, so heißt es in der Einführung zu diesem neuerlichen Meditationsweg in der Wallfahrtsstadt. Wie damals die Emmausjünger auf dem Weg waren, so können sich die Interessierten auch auf den Weg machen und die einzelnen Stationen dieses Weges ansteuern. Die ausgewählten Bibeltexte und die Betrachtungen nehmen unser Leben unter die Lupe der Auferstehung und in den Blick des auferstandenen Herrn.

Der Weg führt über die bekannten fünfzehn Stationen des fünfzehn Kilometer langen Extrem-Kreuzweges. Der Ausgangspunkt ist diesmal aber das Steinkreuz an der Ecke Burgstraße/Klosterstraße in unmittelbarer Nähe der Wallfahrtsbasilika.
Die „Via Lucis“ schließt mit einer persönlichen Erneuerung des Taufversprechens in der Basilika zum Heiligen Blut ab. Die Tauferneuerung ist damit die persönliche Antwort auf Gottes Angebot zu verstehen: „Schau, was ich für Dich getan habe. Wie stehst du dazu?“ Und ein zweiter Aspekt ist entscheidend: So wie Jesus den Menschen von damals begegnet ist, so will er heute auch uns begegnen. Unserem Leben eine neue Richtung und Perspektive geben. Der österliche Lichtweg soll einen Wendepunkt in unserem Leben darstellen. Alle wichtigen Informationen, Texte und Streckenverlauf zu diesem Angebot in der Wallfahrtsstadt stehen auf der Internetseite der Wallfahrt zum Heiligen Blut unter www.wallfahrt-wallduern.de und der Seelsorgeeinheit Walldürn unter www.se-wallduern.de.
Auch die GPX-Dateien können mit einer entsprechenden App (wie Komoot, Outdooractive, Apemap, etc.) geöffnet werden.

Gelungener Auftakt für den „Extrem-Kreuzweg“

Kirche St. Wendelin in Glashofen

„Eigentlich hätte ich arbeiten müssen, aber ich habe mir einen Tag Urlaub genommen. Dieses spirituelle Angebot hat mich sehr angesprochen“, so ein Teilnehmer des Extrem-Kreuzweges. Weiteren 85 Teilnehmern ist es am vergangenen Samstag wohl ähnlich ergangen. Vom Raum Aschaffenburg bis nach Mosbach und Heilbronn haben sich Menschen von diesem erstmals stattgefunden pastoralen Angebot der Seelsorgeeinheit Walldürn anziehen lassen. Diese Tour „Der Extreme Kreuzweg Deines Lebens“ konnte auf einer Strecke mit 28 und alternativ 15 Kilometer erlebt werden. Ein Begleitheft mit Betrachtungen und ganz persönlichen Erzählungen zu 15 Stationen, eine Streckenbeschreibung und GPS-gestützte Daten wurden den Teilnehmern im Vorfeld zugesandt. „Mehr brauchte man nicht um sich ganz individuell auf den Weg zu machen“, so das Vorbereitungsteam. Am Abend fand dann für alle in der St. Marienkirche ein Abschlussgottesdienst statt. In seiner Predigt reflektierte Pater Irenäus Wojtko OFMConv nochmals den Tag und erinnerte, dass Jesus an unsere Tür klopft. „Manchmal auch mit dem Hammer, damit wir es hören. Und: Jesus macht den ersten Schritt auf uns zu, wir müssen ihm aber entgegengehen“, so der Franziskaner-Pater. Zusammengefasst gab dieser „Extrem-Kreuzweg“ jedem Teilnehmer eine gute Möglichkeit, sein Leben gründlich und neu zu überdenken. Es war ein Weg, der zur Begegnung mit Gott, zur inneren Freiheit und zur eigenen Seele führte. „Wir sind alle in das Herz Jesu eingeschrieben und haben einen Platz bei ihm“, so Pater Irenäus Wojtko abschließend. Die Begeisterung unter den Teilnehmern war greifbar.

Kirche St. Wendelin in Glashofen

Die Kirche St. Wendelin in Glashofen war einer der Stationspunkte auf dem Extrem-Kreuzweg. 85 Teilnehmer von Aschaffenburg bis Heilbronn ließen sich von dem pastoralen Angebot ansprechen.

Trotz der Erschöpfung und der Anstrengung an diesem Tag war eine große Zufriedenheit spürbar. „Es war eine tolle Erfahrung und hat mir wieder Mut für eigene Veränderungen gegeben. Und das ist viel mehr, als ich mir zu Beginn des Weges habe selbst vorstellen können“, so ein junger Mann, der sich nach einem Tag per Mail bei dem Organisationsteam bedankte. Die beiden Touren mit allen wesentlichen Unterlagen werden jetzt auf die Internetseite der Seelsorgeeinheit Walldürn gestellt, damit jeder der möchte, diesen „Extrem-Kreuzweg“ nachgehen und nacherleben kann. Und natürlich waren bereits auch Stimmen zu hören, die sich eine Fortsetzung dieses pastoralen Angebots für das kommende Jahr wünschen. Das Vorbereitungsteam hat schon erste Überlegungen getroffen.

Wallfahrt Walldürn 2021 : Erstmal Wallfahrtssaison mit integrierter Hauptwallfahrtszeit

Abgesperrter Aufgang zum Blutwunder in der Wallfahrtszeit 2021

Leitwort: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir“ (Jes 41,10a)

Im April letzten Jahres musste die lange Tradition der Wallfahrt, die auf das Blutwunder im Jahre 1330 zurückgeht, erstmals in ihrer Geschichte Corona-bedingt abgesagt werden. Elf Monate danach, immer noch geprägt von der aktuell dynamischen Situation dieser Pandemie hat die Wallfahrtsleitung ein Konzept für die Wallfahrt zum Heiligen Blut erarbeitet. „Wir haben in verschiedenen Arbeitskreisen, im Wallfahrtsausschuss und im Pastoralteam diese Konzeption für das Wallfahrtsjahr 2021 erstellt und werden versuchen, immer mit Blick auf das aktuelle Geschehen, dieses Angebot den Pilgern zu ermöglichen“, so der Wallfahrtsleiter und Franziskaner-Pater Josef Bregula OFMConv. Dieser Prozess für das Wallfahrtsprogramm 2021 wurde bereits im August letzten Jahres gestartet und entwickelte sich in zahlreichen Sitzungen und Gesprächen. Auch die konzeptionellen Ansätze für die Zukunft der Wallfahrt, aus dem Jahre 2015, spielten dabei eine Rolle.

 

Wallfahrtsbasilika Walldürn trohnt über der Stadt Walldürn

Die Hauptwallfahrtszeit beginnt am Dreifaltigkeitssonntag und dauert
vom 29. Mai bis 27. Juni 2021. Erstmals ist sie in eine Wallfahrtssaison
integriert, die vom 11. April bis 17. Oktober 2021 andauern wird.

Hauptwallfahrtszeit in Wallfahrtssaison integriert

Die Hauptwallfahrtszeit beginnt somit wie immer am Dreifaltigkeitssonntag und dauert vom 29. Mai bis 27. Juni 2021. Erstmals ist sie in eine Wallfahrtssaison integriert, die vom 11. April bis 17. Oktober 2021 andauert. Bereits bestehende Termine im Kirchenjahr wurden hierzu eingebunden aber auch vereinzelt neue Pilgertage und bislang bekannte Pilgeranmeldungen wurden hierin berücksichtigt. Im Wesentlichen wurde die Hauptwallfahrtszeit Corona-bedingt angepasst, wobei die Konzentration auf den Wochenenden, dem Fronleichnamsfest und dem Großen Blutfeiertag liegt. „Die stark frequentierten Wallfahrtstage unter der Woche für die Senioren, die Kranken, der Antoniustag und auch der Tag der Heiligen Rita werden nicht stattfinden, da dies aus logistischen Gründen in der gewohnten Form nicht leistbar und umsetzbar ist“, so die Wallfahrtsleitung. In den letzten Wochen haben bereits auch Pilgergruppen abgesagt, darunter die Kölner Fußwallfahrt und die Gruppen von Mömbris und aus dem Taunus. Auch diese speziellen Wallfahrtstage in der Hauptwallfahrtszeit wurden aus dem Programm genommen. Darüber hinaus hat sich der Wallfahrtsausschuss auch dazu entschlossen die besonderen und stark besuchten Themenwallfahrtstage, wie die Fahrrad- und Motorradwallfahrt oder den Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder der Region, in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Grundsätzlich sind aber Gruppen mit den entsprechend erlaubten Teilnehmerzahlen und auch die Individualpilger am Wallfahrtsort herzlich willkommen.

 

Walldürner Blutschrein

Das Heiligtum, der Blutschrein, als Mittelpunkt und Ziel tausender Pilger
wird in diesem Jahr nur von vorne geöffnet sein und kann auch nicht
berührt werden.

 

Neues Bewusstsein und Stärkung der Wallfahrt

Mit der Neuerung hin zu einer Wallfahrtssaison von April bis Oktober soll die Wallfahrt in Walldürn eine Aufwertung erfahren und so ein neues Bewusstsein in der Wahrnehmung geschaffen werden. „Wir wollen damit auch die Wallfahrt, als Größten Eucharistischen Wallfahrtsort in Deutschland, mit dem Heiligtum des Blutaltars stärken und den Pilgergruppen neue Gestaltungsspielräume ermöglichen. Hierin kann eine Chance für die Zukunft liegen“, so die Verantwortlichen der Gremien zu dem neuen Konzept. Für die traditionellen Fußgruppen, wie auch anderen Pilgerorganisationen, bieten sich damit erweiterte Terminmöglichkeiten und es kann besonders in diesen Corona-Zeiten zu einer Entzerrung des oftmals engen Terminkalenders gerade an den Hauptwochenenden kommen. „Eines ist aber auch klar: Ohne die tatkräftige Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, gerade im Bereich des Ordnungsdienstes für die Basilika und am Wallfahrtsplatz, werden wir diese Chance und Herausforderung nicht bewältigen können“, unterstreicht der Wallfahrtsleiter nachdrücklich. „Es bedarf der Solidarität und des besonderen Miteinanders“, so Pater Josef weiter.

Abgesperrter Aufgang zum Blutwunder in der Wallfahrtszeit 2021

Die Treppenauf- und -abgänge am Blutaltar bleiben weiterhin gesperrt und das hintere Türchen bleibt geschlossen. Damit werden mögliche Kontaktinfektionen der Pilger und Gottesdienstbesucher vermieden und Gefahrenquellen minimiert.

Anmeldeverfahren für Hauptwallfahrtszeit

Mit Blick auf das Hygiene- und Sicherheitskonzept erfolgt die Teilnahme an den Gottesdiensten und Andachten während der Hauptwallfahrtszeit ausschließlich über ein Anmeldeverfahren. Die Anmeldungen sind ab dem 3. Mai nur telefonisch immer montags von 8.30 Uhr bis 11 Uhr möglich. Eine Anmeldung ist für maximal 5 Personen zulässig. Das Heiligtum, der Blutschrein, als Mittelpunkt und Ziel tausender Pilger wird in diesem Jahr auch nur von vorne geöffnet sein. Die Treppenauf- und -abgänge bleiben weiterhin gesperrt und das hintere Türchen bleibt geschlossen. Damit werden mögliche Kontaktinfektionen der Pilger und Gottesdienstbesucher vermieden und Gefahrenquellen minimiert. Aus diesen Gründen wird der Blutschrein auch nicht aus dem Blutaltar herausgenommen, damit er von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen berührt werden kann. Inwieweit die großen Prozessionen an Fronleichnam und am Großen Blutfeiertag durch die Wallfahrtsstadt erfolgen können bleibt abzuwarten. Die Wallfahrt im Jahr 2021 wird unter den Vorzeichen der weiterhin bestehenden Corona-Pandemie sicherlich nicht in dem gewohnten und von vielen Pilgern und Gläubigen lieb gewonnenen Ablauf stattfinden können. Daher muss die Wallfahrtsleitung die weitere Entwicklung der Lage und die damit verbundenen behördlichen Auflagen im Auge behalten und wenn notwendig Anpassungen vornehmen, was die laufenden Planungen sicher nicht einfacher machen.

Angebot in der Basilika zur Gebetsinitiative von Papst Franziskus

Vor einem Jahr musste die Gebetsinitiative von Papst Franziskus „24 Stunden für den Herrn“ in der Franziskuskapelle Corona-bedingt abgesagt werden. Nun steht diese 24-Stunden-Anbetung am 12. und 13. März wieder an und diesmal wird es in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut hierzu an beiden Tagen stundenweise ein Gebetsangebot geben. Der Papst stellte in der Verkündigungsbulle „MISERICORDIAE VULTUS“ aus dem Jahr 2015 seine Initiative „24 Stunden für den Herrn“ vor. Sie wird immer am Freitag und Samstag vor dem 4. Fastensonntag gefeiert. Dort heißt es: „Viele Menschen suchen erneut das Sakrament der Versöhnung, darunter viele Jugendliche, und finden in dieser besonderen Erfahrung oft den Weg, um zum Herrn zurückzukehren, um einen Moment des intensiven Gebetes zu erleben und so den Sinn für das eigene Leben wiederzuentdecken. Mit Überzeugung stellen wir das Sakrament der Versöhnung erneut ins Zentrum, denn darin können wir mit Händen die Größe der Barmherzigkeit greifen.“ Die Zeiten des Gebets und die Feier der Gottesdienste sind wie folgt:

Freitag, 12. März: 17.45 Uhr Kreuzweg, 18.30 Uhr Heilige Messe anschl. Eucharistische Anbetung bis 21 Uhr. In der letzten Stunde findet dann das Nachtgebet der Kirche, die Komplet, statt. Der Tag endet mit dem sakramentalen Segen.

Samstag, 13. März: Ab 15 Uhr Eucharistische Anbetung am Hochaltar und Gebet des Barmherzigkeitsrosenkranzes. 17.45 Uhr Rosenkranz mit abschließendem Eucharistischen Segen. Um 18.30 Uhr findet dann die Heilige Messe satt. Mit Betrachtungen, Meditationen und Stille werden die Stunden der Anbetung an beiden Tagen gestaltet.

Die Möglichkeit zum Sakrament der Beichte besteht und wird an dem jeweiligen Nachmittag in der Kirche mitgeteilt. Als größter Eucharistischer Wallfahrtsort in Deutschland kommt die Kirchengemeinde diesem Aufruf des Papstes nach und lädt die Mitchristen aus der Seelsorgeeinheit und darüber hinaus zu den Gebetszeiten ein.

Überblick der Gebetszeiten und Gottesdienste:

Freitag, 12. März

  • 17.45 Uhr Kreuzweg
  • 18.30 Uhr Heilige Messe anschl. Aussetzung und Eucharistische Anbetung
  • bis 20 Uhr Gebete und Stille
  • 20 -21 Uhr Gebete und Stille mit Abschluss der Komplet und sakramentalem Segen
  • Beichtmöglichkeit nach Ansage

 

Samstag, 13. März

  • 15 – 16 Uhr Aussetzung und Fortsetzung der Eucharistischen Anbetung mit Barmherzigkeitsrosenkranz, Stille und Gebete
  • 16 – 17 Uhr Gebete und Stille
  • 17 – 17.45 Uhr Gebete und Stille
  • 17.45 Uhr Rosenkranz (Laien) Abschluss mit sakramentalem Segen
  • 18.30 Uhr Heilige Messe
  • Beichtmöglichkeit nach Ansage

 

 

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