Bislang 627 Aufrufe der Übertragung von Stay & Pray

Wie wichtig in diesen Zeiten das Livestreaming und damit die Glaubenskommunikation über die sozialen Netzwerke ist, wurde einmal mehr bei der Live-Übertragung von Stay&Pray am letzten Freitag aus der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut deutlich. Mit rund 250 Live-Zuschaltungen und bislang 627 Aufrufen auf Facebook und YouTube hat diese Eucharistische Abendandacht eine überaus positive Resonanz erfahren dürfen. „Es sind sogar während dieser Stunde über die Online-Kanäle Fürbitten von Zuschauern eingegangen“, so das Online-Team. Das Thema: „Jesus, Du unsere Hoffnung und Zuversicht“ rückte die derzeitige Krisensituation um die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt. Besonders beeindruckend war der Moment als für die Menschen, besonders betroffene Berufsgruppen, verschiedene systemrelevante Institutionen und die Verstorbenen weltweit gedacht wurde. Eigens dafür wurden sieben Kerzen entzündet und auf den Stufen vor dem Hochaltar abgestellt. Diakon Friedhelm Bundschuh und Achim Dörr vom Pastoralteam der Seelsorgeeinheit haben diese Andacht konzipiert und geleitet. Musikalisch hat das reduzierte Lobpreisteam von Stay&Pray einfühlsam diese Andacht umrahmt.

 

Stay & Pray während der Corona-Pandemie in digitaler Form

Pater Andreas zum Provinzvikar gewählt

Beim Provinzkapitel der Danziger Franziskaner-Minoriten Mitte März  wurde Pater Andreas Lengenfeld OFM Conv. zum Provinzvikar und damit zum stellvertretenden Provinzialminister gewählt. Das bedeutet aber gleichsam für Pater Andreas auch Abschied nehmen von Walldürn und wieder zurück in die Heimatprovinz nach Danzig umziehen. In den letzten vier Jahren war er Kooperator in der Seelsorgeeinheit Walldürn und hier besonders auf der Walldürner Höhe eingesetzt. Zudem begleitete Pater Andreas seelsorgerische Aufgaben während der Wallfahrtszeit und im Odenwald-Hospiz. Wann der Umzug nach Danzig stattfinden und sein Nachfolger bestimmt werden wird, steht aktuell und vor allem unter den derzeitigen Umständen der Corona-Krise noch nicht fest.

SWR drehte in Walldürn

SWR drehte die Öffnung des Blutschreins – Ausstrahlung in der Landesschau Baden-Württemberg Ein Team des SWR-Fernsehen Studio Mannheim mit der Redakteurin Friederike Kroitzsch von SWR 4 „Kurpfalz-Radio“ drehte am letzten Mittwoch die Öffnung des Blutschreins und die anschließende Abendandacht. Pater Josef Bregula OFM conv., der zusammen mit Diakon Friedhelm Bundschuh diese Abendandacht betete, gab im Anschluss daran dem SWR-Team ein kurzes Interview über die Beweggründe zur Öffnung des Blutschreins außerhalb der normalen Wallfahrtszeit. Der Sendetermin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Ausgestrahlt wird es beim SWR in der Landesschau Baden-Württemberg. Die Andachten finden vorläufig jeden Mittwoch und Sonntag um 18 Uhr statt und werden vom Online-Team der Wallfahrt zum Heiligen Blut und der Seelsorgeeinheit per Livestream auf YouTube übertragen.

 

Streaming findet großen Zuspruch

Wallfahrtsleiter am Blutaltar

Walldürn. Das pastorale Angebot in der Seelsorgeeinheit Walldürn konnte in den letzten Tagen weiter ausgebaut werden, auch wenn nach wie vor die Öffentlichkeit nicht vor Ort dabei sein kann. So fanden aktuell auch Gespräche mit dem Kirchensender K-TV statt um Live-Übertragungen aus der Basilika zu realisieren und in das Programm des Senders aufzunehmen. „Im August 2019 wurden bereits feste Übertragungskameras in der Wallfahrtskirche installiert, was nun eine problemlose externe Zuschaltung ermöglicht“, so die Verantwortlichen.

Die ersten beiden Live-Streamings über das soziale Netzwerk Facebook, mit der Öffnung des Blutschreins und der daran anschließenden Abendandacht, fanden ein sehr großes Echo. Über zweitausend Mal wurde das Video bereits aufgerufen und über hundert Menschen hatten sich zu dieser Zeit live verbunden.

 

Übersicht der Übertragungen aus der Basilika

Für die kommende Zeit, bis einschließlich Ostern, werden folgende Übertragungen aus der Basilika ermöglicht: Sonntags und mittwochs jeweils um 18 Uhr die Öffnung des Blutschreins und die anschließende Abendandacht. Darüber hinaus die Heiligen Messen donnerstags um 18.30 Uhr und sonntags um 9.30 Uhr. Diese Übertragungen finden im Livestream des sozialen Netzwerkes Facebook statt. Um dies zu sehen muss man sich dort anmelden.

Die Feierlichkeiten der Kar- und Ostertage gestalten sich wie folgt: Die heiligen drei Tage am Gründonnerstag (9.4.), Karfreitag (10.4.) und die Auferstehungsfeier in der Osternacht (11.4.) finden in der Basilika statt. Über die Möglichkeiten einer Übertragung laufen aktuell die Planungen und Gespräche innerhalb des fünfköpfigen Online-Teams der Seelsorgeeinheit Walldürn.

Am Ostersonntag (12.04.) um 9.30 Uhr und am Ostermontag (13.4.) um 8 Uhr wird der Sender K-TV die Heiligen Messen live im Fernsehen übertragen.

Alle Gottesdienste und Andachten werden für die gesamte Seelsorgeeinheit Walldürn und unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert.

Das Live-Streaming konnte aktuell optimiert werden und so können die Interessierten den Livestream zusätzlich auch über die Webseiten der Wallfahrt Walldürn und der Seelsorgeeinheit

[Update] Livestream aus der Basilika

Ab dem 10.Mai 2020 dürfen in Walldürn wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Deshalb werden die regelmäßigen Übertragungstermine auf YouTube eingestellt.
Wann wieder ein Livestream bzw. ein Gottesdienstübertragung durch K-TV bzw. durch das Onlineteam stattfindet, wird auf diesen Seiten oder auf unserer Facebook-Seite kommuniziert. Sofern Sie keine Liveaktivität verpassen möchten,  können Sie auch direkt unseren YouTube-Kanal abonnieren.

Zu unserem YouTube-Kanal gelangen Sie hier:
Seelsorgeeinheit Walldürn 

Sind die Gottesdienste nach der Übertragung noch online?

Ja, derzeit ist es möglich, dass die vergangenen Live-Übertragungen online bleiben dürfen. Die übertragenen Gottesdienste sind auf dem YouTube-Kanal der Seelsorgeeinheit Walldürn jederzeit aufruf- und abspielbar.

Blutschrein wird geöffnet – Im Gebet verbunden sein

Walldürner Blutschrein

Auch im Wallfahrtsbüro und Sekretariat der Seelsorgeeinheit steht das Telefon in diesen Tagen nicht mehr still und zahlreiche E-Mails kommen dort an. „In diesen Krisenzeiten ist es für alle eine extreme Belastung und wir wollen vor allem auch den Kontakt zu unseren Mitchristen und den Pilgern halten“, so Pater Josef Bregula OFM conv.

Derzeit laufen die Planungen für weitere pastorale Angebote in der Seelsorgeeinheit und auch Überlegungen zu den bevorstehenden Kar- und Ostertagen werden derzeit abgestimmt.

Besonders die Nachfragen zur Wallfahrt zum Heiligen Blut, geplant vom 7. Juni bis 5. Juli, häufen sich und die Wallfahrtsleitung ist mit dem Erzbistum in Freiburg und den Behörden dazu in Kontakt.

Die Verehrung des kostbaren Blutes mit dem Blutwunder in Walldürn, dass sich in diesem Jahr zum 690. Mal jährt, war und ist für viele Hunderttausende von Menschen von je her ein besonderer Zufluchtsort, gerade in Not- und auch persönlichen Krisenzeiten. „Wir wollen gerade jetzt in diesen schweren Zeiten ein Zeichen setzen und werden den Blutschrein für das Gebet, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, öffnen“, so der Wallfahrtsleiter Pater Josef. Vorgesehen sind zunächst immer der Sonntag und Mittwoch.

Nach Kirchenschließung um 18 Uhr wird der Schrein geöffnet und es wird für die Eindämmung und die Beendigung der Corona-Pandemie sowie für alle betroffenen Menschen, die medizinischen Kräfte, Hilfsorganisationen, politisch Verantwortlichen und alle Verstorbenen gebetet. Dies wird auch über die sozialen Medien kommuniziert, damit sich die Gläubigen und Pilger im Gebet verbinden können.

Am kommenden Sonntag, 29. März wird dies erstmals stattfinden. Der Blutschrein wird normal nur zur Wallfahrtszeit und bei den besonderen Wallfahrtstagen geöffnet.

Miteinander im Gebet verbunden

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden. Bitte tröste jene, die jetzt trauern. Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie. Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit. Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten. Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit. Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist. Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können. Dass Du allein ewig bist. Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt. Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen. Wir vertrauen Dir.

Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder wird verschoben

Beratungen zur Hauptwallfahrt 2020 laufen – Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder wird verschoben

Auf Grundlage der Anweisungen und Verordnungen der Behörden und des Erzbistums Freiburg im Zusammenhang mit der Coronakrise werden auch in der Seelsorgeeinheit der römisch-katholischen Kirchengemeinde Walldürn die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt. An allen Kirchentüren und in den Schaukästen sind die Informationen ausgehängt.

Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder wird verschoben

Alle Veranstaltungen der kirchlichen Gruppen, Organisationen und Verbände der Seelsorgeeinheit sind untersagt. Die Erstkommunion, der Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder und die Firmvorbereitung werden verschoben. Inwieweit die Terminierung der beiden Firmtermine am 20. und 21. November bestehen bleiben, muss abgewartet werden.

Beratungen zur Hauptwallfahrt 2020 laufen

Hinsichtlich der Wallfahrt zum Heiligen Blut vom 7. Juni bis 5. Juli wird derzeit in der Wallfahrtsleitung beraten. “Sobald es hierzu aktuelle Informationen gibt werden die Pilgergruppen und die Öffentlichkeit umgehend informiert“, so die Verantwortlichen.

Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Franziskaner-Patres feiern täglich am Morgen die heilige Messe unter Ausschluss der Öffentlichkeit, und alle Messintensionen werden dabei hinein genommen, die für den entsprechenden Tag in der gesamten Seelsorgeeinheit bestellt wurden.

Die Liste der Intensionen hängt ebenfalls aus und wird entsprechend ergänzt. Das vierzehntägige Pfarrblatt wird derzeit nicht erstellt.

Gottesdienste der Karwoche und an Ostern entfallen

Nachdem auch alle Feierlichkeiten in der Karwoche und an Ostern ausfallen, werden die Patres die entsprechenden Messen und Andachten ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Franziskanerkonvent abhalten. Alle Mitchristen können sich zu diesen Zeiten von zuhause aus mit den Gottesdiensten in Gedanken verbinden und so daran Anteil nehmen. Auch Palmzweige und Osterkerzen werden gesegnet und in die Kirchen der Seelsorgeeinheit gebracht.

An einer Anleitung für einen Hausgottesdienst wird gearbeitet. Hierzu gib es demnächst weitere Informationen.

Die Glocken in Walldürn läuten täglich um kurz vor 8 und 18.30 Uhr zu den üblichen Gottesdienstzeiten sowie zum Angelus-Gebet. Zusätzlich werden die Glocken wenige Minuten vor 20.30 Uhr zum gemeinsamen Rosenkranzgebet läuten, das auf Anweisung der Ordensleitung der Franziskaner immer um diese Uhrzeit und aufgrund der momentanen Situation zusätzlich gebetet wird.

Öffnungszeiten der Wallfahrtsbasilika Walldürn: 7:30 bis 18 Uhr

Die Lourdes-Grotte ist tagsüber geöffnet

Das Pfarrbüro ist zu den regulären Öffnungszeiten nur noch telefonisch unter der Telefonnummer : 06282 92030  erreichbar.

Stand der Mittelung: 23.03.2020

690 Jahre nach dem Ereignis des Blutwunders im Jahre 1330

Es sind nahezu sieben Jahrhunderte vergangen. Genauer gesagt: Vor 690 Jahren ereignete sich das Geschehen des Blutwunders in dem damals noch kleinen Kirchlein zum Heiligen Georg in Walldürn. Und bis heute noch wird die Verehrung des kostbaren Blutes von Generation zu Generation weit über die Grenzen der Wallfahrtsstadt hinaus lebendig gehalten. Sicherlich erlebte auch diese Wallfahrt im Verlauf der Kirchengeschichte in diesen Jahrhunderten viele Höhen und Tiefen, die bis in unsere heutigen Tage hinein anhalten. Die aktuelle Kirchenentwicklung mit all ihren Diskussionen und die jährlichen Austrittswellen schlagen sich auch in den absoluten Pilgerzahlen nieder. Dennoch zählt die Wallfahrt zum Heiligen Blut in Walldürn zum größten Eucharistischen Wallfahrtsort in Deutschland und ist noch heute durch die zahlreichen Pilgergruppen geprägt, die ihrerseits teilweise über mehrere Jahrhunderte hinweg nach Walldürn pilgern.

Blick auf den Walldürner Blutaltar

In diesem Jahr kann die Wallfahrt auf 690 Jahre Blutwunder aus dem Jahre 1330 zurückblicken. Tausende Pilger kommen noch heute jährlich nach Walldürn zum Blutaltar um vor dem Blutschrein, mit dem darin befindlichen Blutkorporale, ihre Bitten und ihren Dank auszusprechen. (ac)

 

Wie ist dieses Blutwunder entstanden?

Im Jahr 1330 geschah dieses bemerkenswerte Ereignis. Der Priester Heinrich Otto feierte die Heilige Messe. Aus Unachtsamkeit stieß er nach der Wandlung den konsekrierten Kelch um. Sofort ergoss sich das Blut des Herrn auf dem darunter liegenden Korporale. Und wohin es floss, da formte es sich zu einem wunderbaren Bild. In der Mitte der gekreuzigte Jesus und an den Seiten mehrere “Veronicae”, so heißen nämlich im Volksmund solche Abbildungen, die das Heilige Haupt Christi mit Dornen umwunden zeigen. Der Priester verbarg in seinem Schrecken das Tuch im Altar, indem er einen Stein entfernte. Erst auf dem Sterbebett, bedrängt durch seine Krankheit, mehr aber noch gequält von seinem Gewissen, sprach er von seinem Missgeschick. Man fand alles so vor und das Geschehen machte viel von sich reden.

 

Anerkennung durch Rom

Ungefähr siebzig Jahre später beschlossen die Behörden das Ereignis genauestens zu untersuchen, um das Ergebnis dem Papst zu berichten. Im Jahr 1445 brachte man das Tuch nach Rom und Papst Eugen IV. erkannte das Blutwunder mit der Gewährung eines Ablasses an. Ab diesem Zeitpunkt setzten dann auch verstärkt die großen Wallfahrten nach Walldürn ein. Um 1920 wurde ein Schutztuch aus Leinen hinter dem Korporale angebracht und im Jahr 1950 fand eine wissenschaftliche Untersuchung statt. Durch ultraviolette Durchleuchtung wurde auf dem Korporale-Schutztuch das Bild des Gekreuzigten sichtbar.

1950 fand eine wissenschaftliche Untersuchung statt. Durch ultraviolette Durchleuchtung wurde auf dem Korporale-Schutztuch das Bild des Gekreuzigten sichtbar.

Die Wallfahrt zum Heiligen Blut ist aus der Feier der Eucharistie heraus entstanden. Bis heute tragen die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde und der Stadtverwaltung dazu bei, dass dieses Ereignis aus dem Jahre 1330 in würdiger Weise gefeiert wird. Die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit und auch die weiteren Themenwallfahrtstage mit tausenden von Pilgern zeugen von der Lebendigkeit des Glaubens. Durch den Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln wird das aktuelle Wallfahrtsgeschehen ebenso verbreitet. Das Leitwort für die diesjährige Wallfahrt vom 7. Juni bis 5. Juli lautet: „Lasst Euer Licht leuchten“ (n. Mt 5,16). Das Blutwunder wird in dieser Zeit besonders gegenwärtig und alle Menschen, die mit ihren Anliegen zum Blutaltar kommen legen Zeugnis ab, in einer heute nicht immer einfachen Zeit.

 

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