Großer Blutfeiertag mit Blutprozession in Walldürn

Walldürn. Mit dem Großen Blutsfeiertag begingen die Stadt Walldürn, die Katholische Pfarrgemeinde – und mit ihnen viele Hunderte Wallfahrer den größten und bedeutendsten Feiertag im Verlauf der vierwöchigen Wallfahrtszeit.
Mit den Walldürnern feierten Mitglieder des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem aus den Komptureien St. Bonifatius Walldürn, St. Bernhard von Clairvaux, Mannheim/Heidelberg, St. Martin Stuttgart und St. Kilian Würzburg, fünf größere Pilgergruppen sowie unzählige einzelne Wallfahrer aus dem gesamten süddeutschen Raum.

 

Das Pontifikalamt zelebrierte auch in diesem Jahr der Erzbischof der Erzdiözese Freiburg, Stephan Burger. Organist und Kirchenmusiker Sven Geier an der Dauphinorgel, sowie der Kirchenchor, ein Bläserensemble und Vokalsolisten der Wallfahrtsbasilika unter der Leitung von Sven Geier und Bernd Heß sorgten mit der Aufführung des „Kyrie“ und des „Agnus“ aus der „Missa Antiqua“ von Wolfram Menschick, dem „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Walldürner Blutlied“ gemeinsam für ein feierliches kirchenmusikalisches Gepräge. Der Predigt und dem weiteren Verlauf des Pontifikalamtes schloss sich die große Blutsprozession durch die mit vielen kleinen Hausaltären geschmückten Straßen an. Daran nahmen unzählige Gläubige teil.

 

Bericht von Melanie Müller (FN) , Link zum Artikel: https://www.fnweb.de/orte/wallduern_artikel,-wallduern-grosser-blutsfeiertag-mit-blutsprozession-in-wallduern-_arid,1965555.html

Franziskuskapelle: Ort der stillen Anbetung – 265 Stunden Anbetung zur Hauptwallfahrtszeit in Walldürn

Am kommenden Sonntag beginnt in Walldürn die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit unter dem Leitwort: „Wir sind gekommen, ihn anzubeten.“ Die Stelle ist aus dem Matthäus-Evangelium entnommen und stellt am eucharistischen Gnadenort zum Heiligen Blut in Walldürn besonders die Bedeutung und Beziehung zu Jesus Christus in den Mittelpunkt. Ziel für viele Pilger ist der Heilig-Blut-Altar mit dem Blutschrein und dem darin befindlichen Korporale. Nach zweijähriger Corona-bedingter Pause findet nun auch wieder die eucharistische Anbetung in der Franziskuskapelle im Gemeindezentrum statt. Diakon Friedhelm Bundschuh hat dazu mit großem Engagement insgesamt wieder 265 Anbetungsstunden mit Hilfe eines Gebetsteams abdecken können, sodass zu diesen Zeiten immer jemand für die Kapelle anwesend sein wird und dafür verantwortlich zeichnet. Von morgens um 8.30 Uhr bis abends um 18 Uhr findet im ersten Obergeschoss des Gemeindezentrums, direkt neben der Wallfahrtsbasilika, die eucharistische Anbetung in der Stille statt. Ausnahme ist an Fronleichnam (16.6.), am Großen Blutfeiertag (23.6.) und am Rita-Tag (7.7.) da beginnt die Aussetzung erst nach den Prozessionen bzw. des Hochamts ab 12 Uhr. Täglich um 18 Uhr wird in der Franziskuskapelle dann auch der eucharistische Segen erteilt. Alle Pilgerinnen und Pilger haben dorthin Zutritt und auch über einen Fahrstuhl kann die Kapelle barrierefrei erreicht werden. 265 Stunden Anbetung finden in diesen vier Wochen der Hauptwallfahrtszeit statt und unterstreichen damit die Bedeutung des Wallfahrtsorts in der Erzdiözese Freiburg, der im Jahr 1330 aus der Feier der Eucharistie heraus entstanden ist. Für die Pilger ist diese Anbetungskapelle auch ein dankbarer Rückzugsraum um nach einem ereignisreichen und anstrengenden Wallfahrtstag dort zur Ruhe und ins Gebet zu kommen.

Wallfahrtsprogramm 2022 – Pilgergruppen in Vorbereitung

Das Wallfahrtsprogramm 2022 steht. Gut vier Wochen sind es noch bis zur diesjährigen Hauptwallfahrtszeit und nach den bisherigen Rückmeldungen der Pilgergruppen und den letzten notwendigen Klärungen, konnte die Wallfahrtsleitung für die Wallfahrtssaison und die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit das Programm fertigstellen. Viele Gruppen freuen sich auf ihr Kommen zum Gnadenort nach Walldürn und haben sich, vor allem auch mit Blick auf die Corona-Situation, intensiv vorbereitet. Zahlreiche Bischöfe werden den feierlichen Festgottesdiensten vorstehen. Rund um den Wallfahrtsplatz wurden bereits die neuen Fahnen gehisst und auch alle Türen der Basilika zum Heiligen Blut wurden ausgebessert und erhielten einen neuen Anstrich. Änderungen und weitere aktuelle Informationen können auf der Homepage unter www.wallfahrt-wallduern.de entnommen werden.

 

Zum Wallfahrtsprogramm 2022 *

 

* In Kürze auch in der Wallfahrtsapp verfügbar

Die Hauptwallfahrtszeit soll in diesem Jahr wieder nahezu im gewohnten Rahmen stattfinden

Blutprozession Walldürn

Wallfahrtssaison beginnt am kommenden Sonntag mit einem Festgottesdienst in der Basilika

Zwei Jahre lang fand die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit aufgrund der Corona-Pandemie in einem sehr stark reduzierten Umfang statt. Nun soll sie wieder in einem nahezu gewohnten Rahmen vom 12. Juni bis 10. Juli stattfinden. Dieses Signal gab letzte Woche der Wallfahrtsausschuss. „Nachdem uns die Corona-Vorschriften der Erzdiözese Freiburg einen gewissen Spielraum gegeben haben und die Abstandsregelung in den Kirchenbänken aufgehoben wurden, hat der Ausschuss entschieden die Hauptwallfahrtszeit in diesem Jahr wieder in gewohnter Weise, wenn auch mit einigen Einschränkungen, durchzuführen“, so der Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv. Aktuell haben sich bereits Pilgergruppen angemeldet und planen ihr Kommen an den Gnadenort zum Heiligen Blut nach Walldürn. Die Koordination dieser vier Wochen liegt in den bewährten Händen des Wallfahrtsbüros und des ehrenamtlichen Helferteams. In Abstimmung mit der Ortspolizeibehörde der Stadtverwaltung Walldürn wird auch die Durchführbarkeit für die großen Prozessionen am Fronleichnamsfest und dem Großen Blutfeiertag sowie der beiden großen Lichterprozessionen geklärt. Für die Mitteilung des Wallfahrtsprogramms wird aus Zeitgründen nur die elektronische Form über die Homepage und sonstigen digitalen Medien der Wallfahrt Walldürn erfolgen können. Einzelne besondere Tage der Hauptwallfahrtszeit wurden auch erörtert und so wird es beispielsweise am Rita-Tag keine Verteilung von Rosen oder am Festtag des Heiligen Antonius auch keine Antonius-Brötchen geben. Diese können von den Pilgern mitgebracht werden, die dann in den Gottesdiensten gesegnet werden. Auch das Abholen der Pilgergruppen durch die Ministranten an den Ortseingängen kann wegen personellen Rückgängen nicht gewährleistet werden. Dennoch wird versucht über die ehrenamtlichen Prozessionsabholer und Franziskanerpatres, die Gruppen in Empfang zu nehmen und zur Basilika zu begleiten. Nach wie vor gilt aktuell das Tragen einer medizinischen Maske in der Basilika und ist für alle Gottesdienste verpflichtend. „Diese kurzfristige Planung stellt die Wallfahrtsleitung vor enorme Herausforderungen und es wird schon heute um Verständnis gebeten, wenn nicht alles reibungslos abläuft und alle Wünsche erfüllt werden können“, so die Mitteilung an die Pilgergruppen.

Auch dieses Jahr wird die Hauptwallfahrtzeit wieder in eine Wallfahrtssaison eingebunden sein, die am kommenden Sonntag, 1. Mai mit einem festlichen Gottesdienst beginnt und bis zum 16. Oktober andauert. Mit Blick auf die besonderen Themenwallfahrtstage werden der Wallfahrtstag für die Erstkommunionkinder (21. Mai), ausschließlich für die Kinder der letzten drei Jahre aus der Seelsorgeeinheit Walldürn, die Motorad-Wallfahrt (4. Juni) und auch die Fahrrad-Wallfahrt (10. September) angeboten. Allerdings wird es dabei keine Verpflegung seitens der Wallfahrtsleitung im katholischen Gemeindezentrum geben, sondern es wird auf die örtlichen gastronomischen Betriebe verwiesen. Ein Rahmenprogramm wird es aber zu den jeweiligen Tagen geben. Die Vorfreude auf die Wallfahrt 2022, die unter dem Motto steht: „Wir sind gekommen ihn anzubeten“, ist besonders auch bei den Wallfahrtsgruppen spürbar, die sich nach einer so langen Pause auch beim Pilgern wieder eine Normalität wünschen. Aktuelle und fortlaufend ergänzende Informationen unter www.wallfahrt-wallduern.de

Kölner wollen nach zweijähriger Corona-Pause wieder pilgern – Neues Pilgerbuch erscheint zur Fußwallfahrt

Bildstock in Porz-Urbauch

Die letzten beiden Jahre musste die traditionsreiche Kölner Fußwallfahrt wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Gleichwohl haben aber einige Pilger die Tradition dieser Fußwallfahrt, die seit dem 17. Jahrhundert ununterbrochen aus Köln kommt, individuell aufrechterhalten, indem sie ganz oder in Teilen alleine den Weg nach Walldürn gegangen sind. In diesem Jahr will man wieder zur Normalität des Pilgerns zurückkehren, so die Ankündigungen auf der Homepage des vor einem Jahr neu gegründeten Vereins der Bruderschaft vom Kostbaren Blut Köln-Porz-Urbach e.V. „Es ging ein intensiver Gedankenaustausch voraus“, so die Verantwortlichen „und wir haben uns dazu entschlossen, in diesem Jahr vom 7. bis 14. Juni wieder gemeinsam als Wallfahrt den Weg von Köln nach Walldürn zu gehen.“ Die siebentägige Wallfahrt steht unter dem Leitgedanken: „Herr, wohin sollen wir gehen?“ und alle Interessierten können sich ab sofort für die Teilnahme an der diesjährigen Fußwallfahrt anmelden. Klar ist aber auch, und das haben der Vorstand und die Wallfahrtsleitung als unabdingbare Richtwerte festgelegt, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Wallfahrt auch tatsächlich gestartet und durchgeführt werden kann.

Diese sind:

  • Die täglichen Infektionszahlen Ende Mai 2022 liegen drastisch unter den derzeitigen Infektionszahlen.
  • Es gibt keinen Corona-Ausbruch innerhalb der Pilgergruppe während der Wallfahrtswoche, der sonst einen sofortigen Abbruch der Wallfahrt zur Folge hätte.
  • Das Hygienekonzept, das mit der Anmeldebestätigung zugesendet wird, unterliegt bis zur Wallfahrt einer kontinuierlichen Überprüfung und Aktualisierung und ist in seiner letzten Fassung während der Wallfahrt maßgeblich.

Mit dem Ziel der Durchführung der Fußwallfahrt von Porz-Urbach nach Walldürn wurde seitens der Wallfahrtsleitung ein ausführliches Hygienekonzept erarbeitet und ein entsprechendes Maßnahmenbündel geschnürt.

In den frühen Morgenstunden, immer am Dienstag nach Pfingsten, beginnt die Kölner Fußwallfahrt mit ihren Bruderschaftsgebeten am Bildstock, welcher das Gnadenbild des Walldürner Blutwunders zeigt.

 

„Damit sind auch Abweichungen von liebgewonnen Gewohnheiten aus den vergangenen Jahren beinhaltet“, so die Wallfahrtsleitung. Darüber hinaus ist auch zu beachten, dass im Falle einer kurzfristigen Absage oder eines Abbruchs der Wallfahrt seitens des Vereins bzw. der Wallfahrtsleitung keinerlei Kosten, wie Stornierungen für Übernachtungsbuchungen, Kostenersatz für Fahrt-Tickets oder ähnliches übernommen werden können. Auch im Falle eines Abbruchs der Wallfahrt kann die Wallfahrtsleitung die Heimfahrt nicht organisieren und auch nicht für entstandene Zusatzkosten aufkommen. Mit einem neu überarbeiteten Pilgerbuch im Gepäck will man sich dann gemeinsam auf den 270 Kilometer langen Weg in die Wallfahrtsstadt Walldürn machen. Weitere und immer aktuelle Informationen sind unter www.wallfahrt-koeln-wallduern.de abrufbar. Der Anmeldschluss ist der 20. Mai 2022.

 

 

 

 

Ende der Wallfahrtssaison und Pilgerführertreffen 2021 – Leitwort 2022

Mit dem Abschluss der ersten Wallfahrtssaison Mitte Oktober war auch das traditionelle Treffen der Pilgerführerinnen und Pilgerführer verbunden. Rund 50 Wallfahrtsorganisatoren kamen an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn zusammen um sich auszutauschen und zukünftige Planungen aus erster Hand zu erfahren.
Zu Beginn der Zusammenkunft, die Corona-bedingt komplett in der Wallfahrtsbasilika stattfand, wurde die Heilige Messe gefeiert, die Pater Josef Bregula OFMConv und sein Mitbruder Pater Kamil Piotrowski OFMConv zelebrierten. Nach der Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, wo es um das Vertrauen beim Beten ging, stellte der Wallfahrtsleiter die Frage: Wie es bei uns um das Bitten und Danken bestellt ist? Damit haben die heutigen Menschen große Schwierigkeiten und folglich auch mit dem Bittgebet. „Wenn ich frei und unabhängig bin, dann brauche ich niemanden um etwas zu bitten und bin niemandem einen Dank schuldig“, so oftmals die egoistische Sichtweise. Wir beten um Vieles, aber vergessen dabei unser aktives Mitwirken. „Richtiges Bitten zwingt uns gewissermaßen dazu, nicht nur nach unseren Wünschen zu fragen, sondern vor allem nach Gottes Willen. Dies wird vor allem im Vaterunser deutlich“, so Pater Josef.

Internetseite neu überarbeitet

Im Anschluss an die Eucharistiefeier begrüßte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Eva-Maria Kötter die Anwesenden und betonte, „dass eine bewegte Wallfahrtszeit hinter uns liegt“. Es waren viele Herausforderungen zu meistern und die zahlreichen digitalen Übertragungen durch das Online-Team, zeige eine neue Normalität. Auch die Internetseite der Wallfahrt wurde überarbeitet, die zukünftig noch mehr Informationen zu den einzelnen Pilgergruppen ermöglichen soll.
Bürgermeister Markus Günther überbrachte die Grüße der Stadt Walldürn und freute sich über das Zustandekommen des Treffens. Er zeigte einige infrastrukturelle Veränderungen im Kernstadtbereich auf. Die Straßensanierungen seien abgeschlossen sowie auch die Errichtung einer Toilettenanlage mit Busparkplatz unweit der Basilika. Das Stadt- und Wallfahrtsmuseum werde generalsaniert und dabei komme es auch zu einem Neubau für die Tourist-Information als Anlaufstelle für die Pilger.

Ruf Gottes folgen

Mit der anschließenden Präsentation des Themas für das Wallfahrtsjahr 2022, die Pater Irenäus Wojtko OFMConv inhaltlich konzipiert hat, gab die Wallfahrtsleitung einen Ausblick auf den Schwerpunkt für das kommende Jahr. „Wir sind gekommen, ihn anzubeten“, lautet das Motto, das dem zweiten Kapitel des Matthäus-Evangeliums entnommen ist. Bei der Hinführung zum Leitwort ging es aber zunächst um die Feststellung, dass von Anfang an das Pilgern und das Unterwegssein als eine Antwort auf Gottes Ruf zu sehen ist. Ob Abraham, Jakob und seine Familie oder das ganze Volk Israel, alle folgten dem Ruf Gottes. Auch heute pilgern jährlich weltweit rund vierzig Millionen Christen zu Heiligtümern. Darunter sind auch 136 Eucharistische Wallfahrtsorte, zudem Walldürn als Größter in Deutschland zählt. Im weiteren Verlauf der Vorstellung wurden die persönlichen Gründe des Pilgerns erörtert, die als vielschichtig und ganz individuell aufgezeigt wurden. „Das Leitwort für 2022 führt wieder zum Kern unseres Glaubens, zu Jesus Christus, als den Mittelpunkt und die Mitte unseres Lebens“. Es waren die Sterndeuter, die dem Stern folgten mit dem Ziel der Krippe in Betlehem und es sind heute tausende Pilger mit dem Ziel Walldürn, um dort den Blutschrein mit dem Korporale aufzusuchen und die Eucharistische Anbetung zu erleben, so eine Gegenüberstellung. Die abschließende Frage befasste sich mit dem eigenen Pilgerweg. Was ist meine Motivation? Was suche ich? Am Anfang steht vor allem eines: Nämlich die Entscheidung des Aufbruchs und des Losgehens.
In der abschließenden Diskussion und auch beim geselligen Austausch auf dem Wallfahrtsplatz wurde bekräftigt, dass man seitens der Wallfahrtsleitung an dem neuen Konzept einer Wallfahrtssaison mit integrierter Hauptwallfahrtszeit festhält. Denn: Viele Einzelpilger, kleinere Gruppen, Radler und Motorradgruppen sind das ganze Jahr über zur Gnadenstätte nach Walldürn gepilgert. Sei es als Ziel- oder Stationsort auf dem jeweiligen Pilgerweg. Der Blick des Wallfahrtsleiters Pater Josef Bregula mit seinem Team geht nach vorne in der Hoffnung, dass die Wallfahrt in Walldürn bald wieder im gewohnten Rahmen und ohne pandemie-bedingte Einschränkungen durchgeführt werden kann. Mit einer kurzen eucharistischen Andacht und dem sakramentalen Segen ging das Treffen zu Ende.

Hauptwallfahrtszeit 2020 abgesagt

Nach eingehenden Beratungen und Gesprächen, auch mit dem
Erzbistum Freiburg, sowie unter Berücksichtigung der Vorgaben und
Verordnungen der Behörden, hat die Walldürner Wallfahrtsleitung die
anstehende Hauptwallfahrtszeit vom 7. Juni bis 5. Juli 2020 abgesagt.
Gleichzeitig betrifft dies auch die besonderen Wallfahrtstage außerhalb
der Hauptwallfahrtszeit, wie die Motorrad-Wallfahrt am 30. Mai und die
Fahrrad-Wallfahrt am 12. September diesen Jahres

„Wir alle bedauern dies sehr, aber aufgrund der Situation um die Corona-
Pandemie sind wir uns der Verantwortung und Veranstalterrolle bewusst
und müssen diesen Schritt gehen“, so der Wallfahrtsleiter Pater Josef
Bregula OFM Conv. in einer ersten Stellungnahme.

Durchführung dieser Hauptwallfahrtszeit unmöglich

Vor allem auch mit Blick auf die wallfahrtsspezifische Infrastruktur und die
dabei einzuhaltenden Hygienevorschriften und -maßnahmen, ist die
Durchführung dieser Hauptwallfahrtszeit mit den haupt- und
ehrenamtlichen Kräften und bei diesem Pilgeraufkommen von mehreren
Tausend Pilgern unmöglich. Mit verschiedenen Pilgergruppen stand man
im Kontakt und in den letzten Wochen und Tagen hatten bereits
Pilgergruppen u. a. die aus Mömbris, Bobenheim-Roxheim, Mechenhard
und zuletzt auch die traditionelle Kölner-Fußwallfahrt ihr Kommen
abgesagt.

„Sicherlich ist dies auch mit Blick auf die Wallfahrtstradition vieler
Pilgergruppen und auch auf die der Wallfahrt zum Heiligen Blut in
Walldürn, die sich in diesem Jahr mit dem Ereignis um das Blutwunder im
Jahre 1330 zum 690. Mal jährt, sehr schade“, so die Wallfahrtsleitung
weiter.

Nicht auszuschließen: Wallfahrt mit geänderten Konzept

Ob es eine Verschiebung und Option mit einem geänderten Konzept,
möglicherweise für eine oder zwei Wochen im Spätherbst gibt, ist denkbar
und nicht auszuschließen.

Klar ist aber auch: Die weitere Lage und Entwicklung samt Vorgaben zu dieser Corona-Krise wird dabei berücksichtigt und trägt dann zu den weiteren Überlegungen bei. Alle Pilgergruppen hätten damit zumindest noch eine Perspektive für das Jahr 2020.

Zudem bleibt generell abzuwarten wie sich die Öffnung der Kirchen unter
Einhaltung der Abstands- und Hygienerichtlinien in den nächsten Wochen
weiter gestalten wird.