Ende der Wallfahrtssaison und Pilgerführertreffen 2021 – Leitwort 2022

Mit dem Abschluss der ersten Wallfahrtssaison Mitte Oktober war auch das traditionelle Treffen der Pilgerführerinnen und Pilgerführer verbunden. Rund 50 Wallfahrtsorganisatoren kamen an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn zusammen um sich auszutauschen und zukünftige Planungen aus erster Hand zu erfahren.
Zu Beginn der Zusammenkunft, die Corona-bedingt komplett in der Wallfahrtsbasilika stattfand, wurde die Heilige Messe gefeiert, die Pater Josef Bregula OFMConv und sein Mitbruder Pater Kamil Piotrowski OFMConv zelebrierten. Nach der Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, wo es um das Vertrauen beim Beten ging, stellte der Wallfahrtsleiter die Frage: Wie es bei uns um das Bitten und Danken bestellt ist? Damit haben die heutigen Menschen große Schwierigkeiten und folglich auch mit dem Bittgebet. „Wenn ich frei und unabhängig bin, dann brauche ich niemanden um etwas zu bitten und bin niemandem einen Dank schuldig“, so oftmals die egoistische Sichtweise. Wir beten um Vieles, aber vergessen dabei unser aktives Mitwirken. „Richtiges Bitten zwingt uns gewissermaßen dazu, nicht nur nach unseren Wünschen zu fragen, sondern vor allem nach Gottes Willen. Dies wird vor allem im Vaterunser deutlich“, so Pater Josef.

Internetseite neu überarbeitet

Im Anschluss an die Eucharistiefeier begrüßte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Eva-Maria Kötter die Anwesenden und betonte, „dass eine bewegte Wallfahrtszeit hinter uns liegt“. Es waren viele Herausforderungen zu meistern und die zahlreichen digitalen Übertragungen durch das Online-Team, zeige eine neue Normalität. Auch die Internetseite der Wallfahrt wurde überarbeitet, die zukünftig noch mehr Informationen zu den einzelnen Pilgergruppen ermöglichen soll.
Bürgermeister Markus Günther überbrachte die Grüße der Stadt Walldürn und freute sich über das Zustandekommen des Treffens. Er zeigte einige infrastrukturelle Veränderungen im Kernstadtbereich auf. Die Straßensanierungen seien abgeschlossen sowie auch die Errichtung einer Toilettenanlage mit Busparkplatz unweit der Basilika. Das Stadt- und Wallfahrtsmuseum werde generalsaniert und dabei komme es auch zu einem Neubau für die Tourist-Information als Anlaufstelle für die Pilger.

Ruf Gottes folgen

Mit der anschließenden Präsentation des Themas für das Wallfahrtsjahr 2022, die Pater Irenäus Wojtko OFMConv inhaltlich konzipiert hat, gab die Wallfahrtsleitung einen Ausblick auf den Schwerpunkt für das kommende Jahr. „Wir sind gekommen, ihn anzubeten“, lautet das Motto, das dem zweiten Kapitel des Matthäus-Evangeliums entnommen ist. Bei der Hinführung zum Leitwort ging es aber zunächst um die Feststellung, dass von Anfang an das Pilgern und das Unterwegssein als eine Antwort auf Gottes Ruf zu sehen ist. Ob Abraham, Jakob und seine Familie oder das ganze Volk Israel, alle folgten dem Ruf Gottes. Auch heute pilgern jährlich weltweit rund vierzig Millionen Christen zu Heiligtümern. Darunter sind auch 136 Eucharistische Wallfahrtsorte, zudem Walldürn als Größter in Deutschland zählt. Im weiteren Verlauf der Vorstellung wurden die persönlichen Gründe des Pilgerns erörtert, die als vielschichtig und ganz individuell aufgezeigt wurden. „Das Leitwort für 2022 führt wieder zum Kern unseres Glaubens, zu Jesus Christus, als den Mittelpunkt und die Mitte unseres Lebens“. Es waren die Sterndeuter, die dem Stern folgten mit dem Ziel der Krippe in Betlehem und es sind heute tausende Pilger mit dem Ziel Walldürn, um dort den Blutschrein mit dem Korporale aufzusuchen und die Eucharistische Anbetung zu erleben, so eine Gegenüberstellung. Die abschließende Frage befasste sich mit dem eigenen Pilgerweg. Was ist meine Motivation? Was suche ich? Am Anfang steht vor allem eines: Nämlich die Entscheidung des Aufbruchs und des Losgehens.
In der abschließenden Diskussion und auch beim geselligen Austausch auf dem Wallfahrtsplatz wurde bekräftigt, dass man seitens der Wallfahrtsleitung an dem neuen Konzept einer Wallfahrtssaison mit integrierter Hauptwallfahrtszeit festhält. Denn: Viele Einzelpilger, kleinere Gruppen, Radler und Motorradgruppen sind das ganze Jahr über zur Gnadenstätte nach Walldürn gepilgert. Sei es als Ziel- oder Stationsort auf dem jeweiligen Pilgerweg. Der Blick des Wallfahrtsleiters Pater Josef Bregula mit seinem Team geht nach vorne in der Hoffnung, dass die Wallfahrt in Walldürn bald wieder im gewohnten Rahmen und ohne pandemie-bedingte Einschränkungen durchgeführt werden kann. Mit einer kurzen eucharistischen Andacht und dem sakramentalen Segen ging das Treffen zu Ende.

Stay & Pray – bleiben und beten

Stay and Pray 2017 Banner

Wir wollen mit dieser Gottesdienstform, die wir bereits seit 2015 sechs Mal im Jahr durchführen den Menschen eine Stunde der Ruhe, Besinnung und der Nähe zu Gott schenken“, so das Stay&Pray-Team in der aktuellen Vorbereitungsphase.

Thema des nächsten Stay & Pray:

Am Freitag, 22.Oktober wird es ab 19.30 Uhr die nächste gestaltete eucharistische Anbetungsstunde „Stay&Pray – bleiben und beten“ in der Basilika geben.
Das Thema lautet diesmal:

„Laudato si, o mi signore“

Nächster Termin: 22.10.2021

Am Freitag den 22.10.2021 ab 19:30 Uhr findet die nächste eucheristische Anbetung in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn statt. Im Vorfeld der Anbetungsstunde wird bereits ab 18 Uhr der Rosenkranz gebetet und um 18.30 Uhr beginnt die Feier der Heiligen Messe. Erwachsene, Familien, Kinder und Jugendliche aus der gesamten Seelsorgeeinheit sowie aus der weiteren Umgebung sind zu diesem Abend des Gebets und der Begegnung eingeladen. Der Zutritt zur Basilika erfolgt über das Hauptportal.

Weiterhin kann in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn nur ein beschränktes Platzangebot geboten werden. Unter anderem besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (FFP2- oder OP- Masken) und das Hinterlegen der Kontaktdaten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich

 

Termine 2021

Was ist Stay & Pray ?

Das spirituelle Angebot „Stay & Pray“ ging aus der Idee des Weltjugendtages in Köln im Jahr 2005 hervor. Am eucharistischen Wallfahrtsort Walldürn finden die „Stay & Pray – bleiben und beten“ -Anbetungen immer in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn statt.

Viele helfende Hände sind notwendig um bis zum Beginn dieser Abendandacht alles vorzubereiten. Die Dekoration am Altar, das Anbrennen weiterer Kerzen, der Aufbau der Technik, der inhaltliche Ablauf und nicht zuletzt die musikalische Abstimmung der Lobpreisgruppe, erfordern den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

Die Botschaft dieser Stunde ist kurz und einfach: Es geht um die Begegnung mit Jesus. Das kommt in den Texten, Gebeten, neuen geistlichen Liedern aber vor allem auch in den Phasen der Stille besonders zum Ausdruck.
„Dabei kann man den Stress des Alltags und die Sorgen einfach mal ausblenden und sich auf das Wesentliche konzentrieren“, bestätigen immer wieder die Teilnehmer dieser Andacht. „Dabei kann man den Stress des Alltags und die Sorgen einfach mal ausblenden und sich auf das Wesentliche konzentrieren“, bestätigen immer wieder die Teilnehmer dieser Andacht.

Wallfahrtsbasilika während eines Stay & Pray

Diese können in ihren ganz persönlichen Anliegen eine Kerze entzünden. Corona-bedingt wird dies derzeit allerdings aktuell über eine Symbolkerze für alle gemacht.
Viele Menschen fahren zu dieser Stunde auch gerne aus der weiteren Umgebung nach Walldürn zur Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, um dabei zu sein. „Mittlerweile hat sich im Zeitalter der modernen Kommunikation auch eine digitale Gruppe gegründet, die besonders im Vorfeld des Stay&Pray-Termins von unserem Team mit Informationen versorgt wird“, berichten die Organisatoren der Seelsorgeeinheit Walldürn.

Einen besseren Einblick über den Ablauf der Stay & Pray-Anbetungen bieten die beiden Termine,  welche aufgrund der Corona-Pandemie live über YouTube übertragen wurden.

YouTube: Stay & Pray – bleiben und beten – 24.04.2020

YouTube: Stay & Pray – bleiben und beten – 04.07.2020

 

Weitere Informationen:

Themenseite „Stay & Pray“ – se-wallduern.de

 

Tiersegnung zum Franziskusfest als Premiere gelungen

Die Premiere ist gelungen: Die erstmals durchgeführte Tiersegnung im Rahmen des Franziskusfestes fand am Sonntagnachmittag ein breites Echo. Rund 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren, teilweise mit ihren Tieren gekommen, um an der Lobpreis-Andacht mit anschließender Tiersegnung teilzunehmen. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Hunde, Hühner, Hasen und auch ein Pferd, die in die Andacht eingebunden waren, die Pater Kamil Piotrowski OFMConv vorbereitet und gehalten hatte. Er hob dabei besonders die Beziehung des Heiligen Franziskus zur Schöpfung und besonders zur Tierwelt hervor. Die Andacht wurde mit passenden Texten und Liedern, begleitet durch die beiden Gitarristen Volker Bundschuh und Achim Dörr, gestaltet und am Ende wurde die Segnung der Tiere vorgenommen. Ortsvorsteher Erich Bundschuh gab nach der Andacht noch Erläuterungen zu diesem Franziskusweg zwischen Glashofen und Reinhardsachen, der Franziskus-Schutzhütte und der Baumpflanzaktion der Landjugend auf der Walldürner Höhe.

Bibelbetrachtung – Begegnung mit dem Wort Gottes

Die Seelsorgeeinheit Walldürn bietet unter dem Begriff „Lectio Divina“ (Bibelbetrachtung) zu vier Terminen ein weiteres pastorales Angebot. Die Eröffnungsveranstaltung dazu findet am Mittwoch, 6. Oktober ab 19.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal Walldürn in der Burgstrasse 26 statt und dauert bis 21 Uhr.

Diese Form der Bibelbetrachtung ist eine Methode der Bibellesung, die eine persönliche Begegnung mit dem Wort Gottes sucht. Neben dem gründlichen Lesen des Textes gibt es weitere Schritte, die als eine Einheit betrachtet wird. Neben dem Lesen der Bibelstelle nehmen die Betrachtung und auch das Nachdenken darüber breiten Raum ein. Es folgen dann die Schritte: Sprechen mit und über Gott, die Kontemplation sowie schließlich die Aufforderung des Handels danach im Umgang miteinander im täglichen Leben. In der ersten Einheit wird gemeinsam der Bibeltext aus dem Evangelium nach Markus im Kapitel 10, Verse 17-27 betrachtet.

Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse notwendig. Es braucht nur die Bereitschaft, sich für die Begegnung mit dem Wort Gottes zu öffnen und neugierig auf die Beiträge der anderen Teilnehmenden zu sein. Es wird gebeten die eigene Bibel (Einheitsübersetzung) mitzubringen.

Weitere Treffen finden dann am Mittwoch, 10. November, Dienstag, 7. Dezember und Dienstag, 11. Januar 2022 statt.

Auch eine Teilnahme an einzelnen Terminen ist möglich. Interessierte sind herzlich eingeladen sich auf den Pfaden dieser Bibelbetrachtung und auf die Begegnung mit Gott einzulassen. Es wird darauf hingewiesen die gültigen Corona-Regeln zu beachten und die entsprechenden Nachweise mitzuführen.

Pilgertag am 08.Mai 2021

Am Samstag, 8. Mai findet an der Gnadenstätte zum Heiligen Blut in Walldürn ein weiterer Pilgertag statt. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Wallfahrtssaison, die noch bis zum 17. Oktober andauern wird.

Die Geschichte der Wallfahrt in Walldürn geht auf das Ereignis im Jahre 1330 zurück und wird bis heute lebendig gehalten.

Sie können Ihren Pilgertag ganz individuell gestalten und an folgenden Gottesdienstzeiten teilnehmen:

  • 9:30 Uhr Pilgeramt
    • anschl. Besuch der Lourdes-Grotte
  • individueller Pilgerweg zum Märzenbrünnlein (2,5 km, ausgeschildert); Start am Wallfahrtsplatz
  • Stilles Gebet am Blutaltar
  • 18:00 Uhr Rosenkranz
  • 18:30 Uhr Heiliges Amt

 

Eine Pilgertour mit dem Auto, Wohnmobil, Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß ist sicherlich ein Erlebnis und gibt Ihnen Kraft und Stärke für den Alltag.

 

Patrozinium in der Basilika und „Stay&Pray“ am 23.04.2021

Das Hochfest des Heiligen Georg begeht die katholische Kirche am kommenden Freitag, 23. April. Auch ein besonderer Tag für die Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, deren erster Kirchenpatron der Heilige ist. Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, der um 280 in Kappadokien in der heutigen Türkei geboren wurde, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und gegen einen zunächst übermächtig erscheinenden Drachen kämpft. Das Hochamt für die Pfarrgemeinde zu diesem Patrozinium beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss daran findet die gestaltete eucharistische Abendandacht „Stay&Pray – bleiben und beten“ statt. Das Thema an diesem Abend lautet: „Jesus, du bist da!“ Verschiedene Gebete und neue geistliche Lieder werden zu hören sein und auch eine Phase der stillen Anbetung findet Berücksichtigung. Nach einem Heilungsgebet, Fürbitten und dem Vaterunser endet diese Anbetungsstunde gegen ca. 20.30 Uhr mit dem sakramentalen Schlusssegen. Aufgrund der Corona-Situation kann auch weiterhin nur eine begrenzte Anzahl von Gläubigen an dem Gottesdienst teilnehmen. Der Einlass erfolgt ausschließlich durch das Hauptportal. Eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung ist beim Betreten, Verlassen und während des Gottesdienstes zu tragen. Die Zuweisung der Sitzplätze erfolgt über den Ordnungsdienst.

Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Am kommenden Wochenende findet die weltweite 24-Stunden Gebetsaktion für geistliche Berufungen statt. Auch in der Wallfahrtsstadt werden dazu stundenweise am Samstag, 24. April in der Wallfahrtsbasilika und am Sonntag, 25. April in der St. Marienkirche Eucharistische Anbetungszeiten ab 15 Uhr angeboten. An beiden Tagen, die auch Teil des diesjährigen Wallfahrtsprogramms sind, schließt sich nach den Anbetungsstunden um 17.30 Uhr das Rosenkranzgebet mit sakramentalem Schlusssegen und danach um 18.30 Uhr die Feier der Heiligen Messe an. „Werft die Netze aus“ steht über dieser Gebetsinitiative an der aktuell knapp 180 Städte und Gemeinden vor allem aus Deutschland, Polen, Österreich und Italien teilnehmen. Diese Aktion lebt vom Gebet ganz in der Stille aber auch in gestalteter Form des Lobpreises. Das Lukas-Evangelium berichtet: „Der Herr sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ Der Priestermangel und die Rückgänge in den Ordensgemeinschaften und den damit verbundenen Auswirkungen für unsere Ortskirchen treten immer deutlicher zutage. Nicht zuletzt reagiert auch das Erzbistum Freiburg mit der „Kirchenentwicklung 2030“ auf diese Situation wird daher neue Strukturen in Form von größeren Pfarreinheiten schaffen. „Wie notwendig dieses Gebet ist, zeigt uns die aktuelle Situation der Kirche. Wir spüren deutlich, dass es eine Erneuerung der Kirche braucht, um das Evangelium glaubwürdig verkünden zu können“, so das Zentrum für Berufungspastoral in Freiburg auf ihrer Internetseite. Auch die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt dieses weltweite Gebetsanliegen. Die Initiative „Werft die Netze aus“ will dazu einladen, gegen alle Resignation und Enttäuschung die Nähe zu Gott zu suchen und seinen Auftrag, für zukünftige Arbeiter im Weinberg zu beten, in die Tat umzusetzen. „Wir wollen uns daher im Gebet in diesem Anliegen wieder miteinander verbinden und zu einer tiefen Erneuerung des Glaubens und der Kirche in unserem Land beitragen und darum beten, dass der Herr uns die Menschen sendet, die dazu bereit sind, mit Hingabe das Evangelium zu verkünden“, so die Initiative der Berufungspastoral weiter. Das Leitwort „Werft die Netze aus“ beinhaltet aber noch weit mehr: Es erinnert an den Aufruf Jesu an Petrus und seine Gefährten das Netz nach einer erfolglosen Nacht des Fischfangs abermals auszuwerfen. Somit stehen Vertrauen und Zuversicht in Gottes Führung im Mittelpunkt.

Auf der Homepage unter: www.werft-die-netze-aus.de kann man auf einer interaktiven Karte verfolgen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten in diesem Anliegen weltweit gebetet wird.

Österlicher Lichtweg „Via Lucis“ in Walldürn als weiteres Angebot

Noch unter dem positiven Eindruck des „Extrem-Kreuzwegs“ hat das Vorbereitungsteam für die Zeit ab Ostern ein weiteres pastorales Angebot entwickelt: Den Emmaus- oder Lichtweg „Via Lucis“ in Walldürn. Es ist somit die Fortsetzung vom Kreuzweg hin zum österlichen Lichtweg und stellt dabei die Betrachtung der Botschaft von der Auferstehung und den Weg des auferstandenen Herrn Jesus Christus in den Mittelpunkt. Dabei soll dieser Weg das Ostergeheimnis erschließen: Durch Jesu Leiden, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung kommt Licht, Hoffnung und neue Dynamik in unser Leben. „Wer sich von der österlichen Botschaft des Lebens wahrhaft ergreifen lässt und Jesus Christus folgt, der entwickelt eine unglaubliche Dynamik in seinem Leben“, so heißt es in der Einführung zu diesem neuerlichen Meditationsweg in der Wallfahrtsstadt. Wie damals die Emmausjünger auf dem Weg waren, so können sich die Interessierten auch auf den Weg machen und die einzelnen Stationen dieses Weges ansteuern. Die ausgewählten Bibeltexte und die Betrachtungen nehmen unser Leben unter die Lupe der Auferstehung und in den Blick des auferstandenen Herrn.

Der Weg führt über die bekannten fünfzehn Stationen des fünfzehn Kilometer langen Extrem-Kreuzweges. Der Ausgangspunkt ist diesmal aber das Steinkreuz an der Ecke Burgstraße/Klosterstraße in unmittelbarer Nähe der Wallfahrtsbasilika.
Die „Via Lucis“ schließt mit einer persönlichen Erneuerung des Taufversprechens in der Basilika zum Heiligen Blut ab. Die Tauferneuerung ist damit die persönliche Antwort auf Gottes Angebot zu verstehen: „Schau, was ich für Dich getan habe. Wie stehst du dazu?“ Und ein zweiter Aspekt ist entscheidend: So wie Jesus den Menschen von damals begegnet ist, so will er heute auch uns begegnen. Unserem Leben eine neue Richtung und Perspektive geben. Der österliche Lichtweg soll einen Wendepunkt in unserem Leben darstellen. Alle wichtigen Informationen, Texte und Streckenverlauf zu diesem Angebot in der Wallfahrtsstadt stehen auf der Internetseite der Wallfahrt zum Heiligen Blut unter www.wallfahrt-wallduern.de und der Seelsorgeeinheit Walldürn unter www.se-wallduern.de.
Auch die GPX-Dateien können mit einer entsprechenden App (wie Komoot, Outdooractive, Apemap, etc.) geöffnet werden.

Gelungener Auftakt für den „Extrem-Kreuzweg“

Kirche St. Wendelin in Glashofen

„Eigentlich hätte ich arbeiten müssen, aber ich habe mir einen Tag Urlaub genommen. Dieses spirituelle Angebot hat mich sehr angesprochen“, so ein Teilnehmer des Extrem-Kreuzweges. Weiteren 85 Teilnehmern ist es am vergangenen Samstag wohl ähnlich ergangen. Vom Raum Aschaffenburg bis nach Mosbach und Heilbronn haben sich Menschen von diesem erstmals stattgefunden pastoralen Angebot der Seelsorgeeinheit Walldürn anziehen lassen. Diese Tour „Der Extreme Kreuzweg Deines Lebens“ konnte auf einer Strecke mit 28 und alternativ 15 Kilometer erlebt werden. Ein Begleitheft mit Betrachtungen und ganz persönlichen Erzählungen zu 15 Stationen, eine Streckenbeschreibung und GPS-gestützte Daten wurden den Teilnehmern im Vorfeld zugesandt. „Mehr brauchte man nicht um sich ganz individuell auf den Weg zu machen“, so das Vorbereitungsteam. Am Abend fand dann für alle in der St. Marienkirche ein Abschlussgottesdienst statt. In seiner Predigt reflektierte Pater Irenäus Wojtko OFMConv nochmals den Tag und erinnerte, dass Jesus an unsere Tür klopft. „Manchmal auch mit dem Hammer, damit wir es hören. Und: Jesus macht den ersten Schritt auf uns zu, wir müssen ihm aber entgegengehen“, so der Franziskaner-Pater. Zusammengefasst gab dieser „Extrem-Kreuzweg“ jedem Teilnehmer eine gute Möglichkeit, sein Leben gründlich und neu zu überdenken. Es war ein Weg, der zur Begegnung mit Gott, zur inneren Freiheit und zur eigenen Seele führte. „Wir sind alle in das Herz Jesu eingeschrieben und haben einen Platz bei ihm“, so Pater Irenäus Wojtko abschließend. Die Begeisterung unter den Teilnehmern war greifbar.

Kirche St. Wendelin in Glashofen

Die Kirche St. Wendelin in Glashofen war einer der Stationspunkte auf dem Extrem-Kreuzweg. 85 Teilnehmer von Aschaffenburg bis Heilbronn ließen sich von dem pastoralen Angebot ansprechen.

Trotz der Erschöpfung und der Anstrengung an diesem Tag war eine große Zufriedenheit spürbar. „Es war eine tolle Erfahrung und hat mir wieder Mut für eigene Veränderungen gegeben. Und das ist viel mehr, als ich mir zu Beginn des Weges habe selbst vorstellen können“, so ein junger Mann, der sich nach einem Tag per Mail bei dem Organisationsteam bedankte. Die beiden Touren mit allen wesentlichen Unterlagen werden jetzt auf die Internetseite der Seelsorgeeinheit Walldürn gestellt, damit jeder der möchte, diesen „Extrem-Kreuzweg“ nachgehen und nacherleben kann. Und natürlich waren bereits auch Stimmen zu hören, die sich eine Fortsetzung dieses pastoralen Angebots für das kommende Jahr wünschen. Das Vorbereitungsteam hat schon erste Überlegungen getroffen.

Angebot in der Basilika zur Gebetsinitiative von Papst Franziskus

Vor einem Jahr musste die Gebetsinitiative von Papst Franziskus „24 Stunden für den Herrn“ in der Franziskuskapelle Corona-bedingt abgesagt werden. Nun steht diese 24-Stunden-Anbetung am 12. und 13. März wieder an und diesmal wird es in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut hierzu an beiden Tagen stundenweise ein Gebetsangebot geben. Der Papst stellte in der Verkündigungsbulle „MISERICORDIAE VULTUS“ aus dem Jahr 2015 seine Initiative „24 Stunden für den Herrn“ vor. Sie wird immer am Freitag und Samstag vor dem 4. Fastensonntag gefeiert. Dort heißt es: „Viele Menschen suchen erneut das Sakrament der Versöhnung, darunter viele Jugendliche, und finden in dieser besonderen Erfahrung oft den Weg, um zum Herrn zurückzukehren, um einen Moment des intensiven Gebetes zu erleben und so den Sinn für das eigene Leben wiederzuentdecken. Mit Überzeugung stellen wir das Sakrament der Versöhnung erneut ins Zentrum, denn darin können wir mit Händen die Größe der Barmherzigkeit greifen.“ Die Zeiten des Gebets und die Feier der Gottesdienste sind wie folgt:

Freitag, 12. März: 17.45 Uhr Kreuzweg, 18.30 Uhr Heilige Messe anschl. Eucharistische Anbetung bis 21 Uhr. In der letzten Stunde findet dann das Nachtgebet der Kirche, die Komplet, statt. Der Tag endet mit dem sakramentalen Segen.

Samstag, 13. März: Ab 15 Uhr Eucharistische Anbetung am Hochaltar und Gebet des Barmherzigkeitsrosenkranzes. 17.45 Uhr Rosenkranz mit abschließendem Eucharistischen Segen. Um 18.30 Uhr findet dann die Heilige Messe satt. Mit Betrachtungen, Meditationen und Stille werden die Stunden der Anbetung an beiden Tagen gestaltet.

Die Möglichkeit zum Sakrament der Beichte besteht und wird an dem jeweiligen Nachmittag in der Kirche mitgeteilt. Als größter Eucharistischer Wallfahrtsort in Deutschland kommt die Kirchengemeinde diesem Aufruf des Papstes nach und lädt die Mitchristen aus der Seelsorgeeinheit und darüber hinaus zu den Gebetszeiten ein.

Überblick der Gebetszeiten und Gottesdienste:

Freitag, 12. März

  • 17.45 Uhr Kreuzweg
  • 18.30 Uhr Heilige Messe anschl. Aussetzung und Eucharistische Anbetung
  • bis 20 Uhr Gebete und Stille
  • 20 -21 Uhr Gebete und Stille mit Abschluss der Komplet und sakramentalem Segen
  • Beichtmöglichkeit nach Ansage

 

Samstag, 13. März

  • 15 – 16 Uhr Aussetzung und Fortsetzung der Eucharistischen Anbetung mit Barmherzigkeitsrosenkranz, Stille und Gebete
  • 16 – 17 Uhr Gebete und Stille
  • 17 – 17.45 Uhr Gebete und Stille
  • 17.45 Uhr Rosenkranz (Laien) Abschluss mit sakramentalem Segen
  • 18.30 Uhr Heilige Messe
  • Beichtmöglichkeit nach Ansage

 

 

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