690 Jahre nach dem Ereignis des Blutwunders im Jahre 1330

Es sind nahezu sieben Jahrhunderte vergangen. Genauer gesagt: Vor 690 Jahren ereignete sich das Geschehen des Blutwunders in dem damals noch kleinen Kirchlein zum Heiligen Georg in Walldürn. Und bis heute noch wird die Verehrung des kostbaren Blutes von Generation zu Generation weit über die Grenzen der Wallfahrtsstadt hinaus lebendig gehalten. Sicherlich erlebte auch diese Wallfahrt im Verlauf der Kirchengeschichte in diesen Jahrhunderten viele Höhen und Tiefen, die bis in unsere heutigen Tage hinein anhalten. Die aktuelle Kirchenentwicklung mit all ihren Diskussionen und die jährlichen Austrittswellen schlagen sich auch in den absoluten Pilgerzahlen nieder. Dennoch zählt die Wallfahrt zum Heiligen Blut in Walldürn zum größten Eucharistischen Wallfahrtsort in Deutschland und ist noch heute durch die zahlreichen Pilgergruppen geprägt, die ihrerseits teilweise über mehrere Jahrhunderte hinweg nach Walldürn pilgern.

Blick auf den Walldürner Blutaltar

In diesem Jahr kann die Wallfahrt auf 690 Jahre Blutwunder aus dem Jahre 1330 zurückblicken. Tausende Pilger kommen noch heute jährlich nach Walldürn zum Blutaltar um vor dem Blutschrein, mit dem darin befindlichen Blutkorporale, ihre Bitten und ihren Dank auszusprechen. (ac)

 

Wie ist dieses Blutwunder entstanden?

Im Jahr 1330 geschah dieses bemerkenswerte Ereignis. Der Priester Heinrich Otto feierte die Heilige Messe. Aus Unachtsamkeit stieß er nach der Wandlung den konsekrierten Kelch um. Sofort ergoss sich das Blut des Herrn auf dem darunter liegenden Korporale. Und wohin es floss, da formte es sich zu einem wunderbaren Bild. In der Mitte der gekreuzigte Jesus und an den Seiten mehrere “Veronicae”, so heißen nämlich im Volksmund solche Abbildungen, die das Heilige Haupt Christi mit Dornen umwunden zeigen. Der Priester verbarg in seinem Schrecken das Tuch im Altar, indem er einen Stein entfernte. Erst auf dem Sterbebett, bedrängt durch seine Krankheit, mehr aber noch gequält von seinem Gewissen, sprach er von seinem Missgeschick. Man fand alles so vor und das Geschehen machte viel von sich reden.

 

Anerkennung durch Rom

Ungefähr siebzig Jahre später beschlossen die Behörden das Ereignis genauestens zu untersuchen, um das Ergebnis dem Papst zu berichten. Im Jahr 1445 brachte man das Tuch nach Rom und Papst Eugen IV. erkannte das Blutwunder mit der Gewährung eines Ablasses an. Ab diesem Zeitpunkt setzten dann auch verstärkt die großen Wallfahrten nach Walldürn ein. Um 1920 wurde ein Schutztuch aus Leinen hinter dem Korporale angebracht und im Jahr 1950 fand eine wissenschaftliche Untersuchung statt. Durch ultraviolette Durchleuchtung wurde auf dem Korporale-Schutztuch das Bild des Gekreuzigten sichtbar.

1950 fand eine wissenschaftliche Untersuchung statt. Durch ultraviolette Durchleuchtung wurde auf dem Korporale-Schutztuch das Bild des Gekreuzigten sichtbar.

Die Wallfahrt zum Heiligen Blut ist aus der Feier der Eucharistie heraus entstanden. Bis heute tragen die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde und der Stadtverwaltung dazu bei, dass dieses Ereignis aus dem Jahre 1330 in würdiger Weise gefeiert wird. Die vierwöchige Hauptwallfahrtszeit und auch die weiteren Themenwallfahrtstage mit tausenden von Pilgern zeugen von der Lebendigkeit des Glaubens. Durch den Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln wird das aktuelle Wallfahrtsgeschehen ebenso verbreitet. Das Leitwort für die diesjährige Wallfahrt vom 7. Juni bis 5. Juli lautet: „Lasst Euer Licht leuchten“ (n. Mt 5,16). Das Blutwunder wird in dieser Zeit besonders gegenwärtig und alle Menschen, die mit ihren Anliegen zum Blutaltar kommen legen Zeugnis ab, in einer heute nicht immer einfachen Zeit.

 

Stay and Pray beim Kongress in Altötting

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Eucharistische Anbetung als Zentrum der Glaubenserneuerung

 

Altötting/Walldürn. Einen enormen Zuspruch verzeichnete der 1. Kongress zur eucharistischen Anbetung „ADORATIO“ am vergangenen Wochenende im Marienwallfahrtsort in Altötting. Über 1.600 Teilnehmer aus allen deutschsprachigen Bistümern fanden sich dort ein. Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen, Eucharistiefeiern und Gebetsabende hatte das Programm zu bieten. Ein Kongress über die Anbetung und die Erneuerung des Glaubens zu dem der Diözesanbischof Stefan Oster SDB vom Bistum Passau eingeladen hatte. Mit diesem Zulauf, besonders auch hunderter junger Leute, hatten die Verantwortlichen bei weitem nicht gerechnet und sie waren am Ende überwältigt von dieser großen Akzeptanz. “Die Sehnsucht nach der Liebe Gottes, die Rückkehr zum Herrn, die zur rechten Nächsten- und Selbstliebe befähigt, ist das Gebot der Stunde“, so der Bischof in seiner Ankündigung.

 

Auch aus der Wallfahrtsstadt Walldürn, wo die Eucharistie mit dem Blutwunder eine ganz besondere Rolle einnimmt, war eine kleine Abordnung vom Stay&Pray-Team angereist. Die Verbindung zu Altötting hat Tradition. Vor vielen Jahren nahmen dort Vertreter der Wallfahrtsstadt am internationalen Wallfahrtskongress teil und vor wenigen Monaten gab es auf kirchlicher und städtischer Ebene einen Gedankenaustausch mit den Verantwortlichen der Altöttinger Wallfahrtsadministration, wo man Kooperationsmöglichkeiten auslotete.

Walldürner Monstranz während Stay & Pray

Stay & Pray Walldürn (c) Yannik Walter

Besonders auch das Vernetzungstreffen mit anderen Gebetsinitiativen war für das Team von Stay&Pray eine wertvolle Kongresserfahrung. „Viele Gemeinsamkeiten konnten wir auch bei uns entdecken, aber auch neue Impulse für die gestaltete eucharistische Anbetung in Walldürn haben wir aufgenommen“. Jeder Kongresstag wurde mit einem begeisterten musikalischen Gebetsabend beendet. Glaubenszeugnisse waren zu hören und eine große Gebetsgemeinschaft entstand in diesen drei Tagen. Es war eine tiefe Freude zu spüren und eine klare Botschaft zu erkennen: „Keine Erneuerung in der Kirche, ohne das Gott ihre Mitte ist – und ohne das wir in die rechte Weise der Anbetung finden.“

Stay & Pray in Walldürn am 13.12.2019

Bestärkt von den Erfahrungen und dem Erlebten wird das Team auch das nächste „Stay&Pray – bleiben und beten“ im Advent am 13. Dezember um 19.15 Uhr in der Wallfahrtsbasilika  Walldürn vorbereiten. Das Thema lautet: „Wir erwarten Dich!“ und an diesem Abend soll mitten in den Weihnachtsvorbereitungen bewusst Gelegenheit bestehen um für eine Stunde zur Ruhe zu kommen und das Wort Gottes zu hören. Neue geistliche Lieder werden von dem Lobpreisteam gespielt und gesungen. Meditative Texte und Bilder werden über eine Großleinwand projektiert und mitgebrachte Fürbitten werden vorgelesen. Es besteht die Möglichkeit zur Beichte oder zum Gespräch und jeder kann in seinem Anliegen eine Kerze anzünden und an den Altarstufen aufstellen. Bereits ab 18 Uhr wird der Rosenkranz gebetet und um 18:30 Uhr beginnt die Eucharistiefeier. Erwachsene, Familien, Kinder und Jugendliche aus der gesamten Seelsorgeeinheit sowie aus der Umgebung sind dazu eingeladen. An diesem Abend liegen auch die Flyer mit den Terminen für 2020 bereit.

Pater Clemens in Würzburg verstorben

Pater Clemens Nöth , © Fränkische Nachrichten

Pater Clemens Nöth ,OSA

Die Römisch-katholische Kirchengemeinde Walldürn trauert um Augustiner Pater Clemens Nöth, der in den Jahren von 1996 bis 2007 in Walldürn gewirkt hat. Er verstarb am 4.September im Alter von 84 Jahren in Würzburg.

Die Beerdigung des beliebten und geschätzten Seelsorgers findet am morgigen Freitag (13.09.2019 ) in Würzburg statt.

Am 21.09.2019 gedenkt die Römisch-katholische Kirchengemeinde Pater Clemens im Gottesdienst um 18:30 Uhr in der Basilika

Ein Portrait über seine Wirken in der Mission im Kongo und über sein Lebensweg findet sich in einem Artikel der Fränkischen Nachrichten wieder:

https://www.fnweb.de/fraenkische-nachrichten_artikel,-wallduern-herz-schlug-fuer-die-menschen-im-kongo-_arid,1515088.html

Fernsehsender K-TV installiert Kameras in Basilika

In den letzten drei Jahren war der katholische Fernsehsender K-TV mit mobilen Kamerateams in der Wallfahrtsstadt zu Gast und hat vor allem in den beiden ersten Wochen der Hauptwallfahrtszeit die feierlichen Pontifikalämter und Blutandachten live im Fernsehen übertragen. Sowohl beim Fernsehsender also auch bei der Wallfahrtleitung in Walldürn gab es auf die Übertragungen bislang sehr viele positive Reaktionen und gesteigerte Einschaltquoten konnten bei den Übertragungen verzeichnet werden.

Nachdem nun der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Walldürn und die zuständigen Gremien innerhalb der Erzdiözese Freiburg entschieden haben, dass in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut in Walldürn Kameras durch K-TV eingebaut werden können, haben die Installationsarbeiten des Senders diese Woche begonnen. An verschiedenen Stellen werden Kleinkameras montiert, die automatisch gesteuert werden können.

Damit können nun auch außerhalb der Wallfahrtszeit Gottesdienste und Andachten an bedeutenden Hochfesten und zu besonderen Anlässen aus der Basilika übertragen werden. Diese Liveübertragungen werden dann vorher angekündigt und auch in den Programmheften sowie auf den Online-Plattformen des Fernsehsenders kommuniziert. Durch diese Installation ist ein Vorortteam von K-TV nicht mehr notwendig und die Zuschaltung erfolgt auf digitalem Weg direkt aus dem Sendestudio.

Neben liturgischen Feierlichkeiten werden auch Exerzitienfolgen sowie Kultur und Unterhaltung im Programm angeboten. „Unser Pilgerheiligtum Zum Heiligen Blut in Walldürn hat damit eine sehr gute Chance überregional seinen Bekanntheitsgrad weiter zu steigern, was sich dann auch auf die jährlichen Pilgerzahlen auswirken kann“, so der Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv vom Konvent der Franziskaner-Minoriten.

Das Programm des Kirchensenders K-TV möchte alle Altersgruppen ansprechen und zahlreiche Ehrenamtliche tragen zum Programm und zu dessen Verbreitung bei.

Informationen zum Katholischen Fernsehsender K-TV unter: www.k-tv.org

 

 

K-TV bei Installation der Kameras

Ein Aufbauteam des katholischen Fernsehsenders K-TV trifft zurzeit die Vorbereitungen zur Montage von Kameras für Fernsehübertragungen aus der Wallfahrtsbasilika. Mesner Markus Weigand (li.) ist Ansprechpartner für das K-TV Team und begleitet die Arbeiten

 

Stay & Pray am 16.08.2019

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Nach der hektischen Hauptwallfahrtszeit kehrt in Walldürn etwas die Sommerruhe ein. Während der Urlaubszeit / Sommerferien findet am 16.08. das nächste Stay & Pray in der Wallfahrtsbasilika statt.

Thema: DURCHATEM bei DIR

WANN: Fr. 16.08.2019 um 19:15 Uhr (n.d. Hl.Messe um 18:30 Uhr)

WO: Wallfahrtsbasilika Walldürn

 

 

Dank den Haupt- und Ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen

Nach ein paar Tagen Erholung und Nachbereitung der Wallfahrt wollen auch wir uns bei allen Hauptamtlichen und vor allem Ehrenamtlichen Helfern vor und hinter den Kulissen bedanken! 🙏🏼

Ohne Euch würde die Wallfahrtszeit nicht funktionieren und garantiert auch nicht so reibungslos verlaufen. 😊

Auf 13 Hauptamtliche Mitarbeiter der Pfarrei kommen noch um die 100 Ehrenamtliche die

 

folgende Aufgaben bewältigen:

• tägliches Putzen der Basilika, des Pfarrheimes, der Gästezimmer, der Franziskuskapelle und den öffentlichen Toiletten
• sauber halten des Freiplatzes und der unmittelbaren Umgebung um die Basilika, sowie das gießen der Pflanzen in und an der Basilika
• Bereitschaftsdienst der Ministranten und dem Erste-Hilfe Team
• tägliches Kochen des Küchenteams für Hauptamtliche und große Festtage
• Pfarrsaal vor großen Festtagen richten
• tägliches Frühstück richten
• die Abholer, welche die Pilgergruppen bei ihrer Ankunft begrüßen und mit ihnen in die Basilika ziehen
• Gestaltung der großen Gottesdienste durch Orchester, Kinderchor, Jugendchor, Kirchenchor
• Info-Pavillion an der Basilika
• Messebestellungen im Pfarrbüro
• Diakonenteam
• Mesnerteam
• Blumenteppiche legen an Fronleichnam sowie dem großen Blutfeiertag
• Polizei, welche die großen Gruppen begleitet und während den großen Prozessionen die Straßen sichert
• Himmelträger, Bundeswehr und Feuerwehr an Fronleichnam und dem großen Blutfeiertag
• Elfenbeinmuseum
• App-Entwicklung

Über das große und freiwillige Engagement sind wir sehr stolz! ❤️

Wir, das Online-Team, machen unsere Aufgaben ebenso ehrenamtlich und freuen uns jederzeit über Feedback! Ob direkt über eines unserer sozialen Netzwerke oder per E-Mail an: online@wallfahrt-wallduern.de

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