Radio Horeb sendet live aus der Wallfahrtsbasilika

Stadpfarrer Pater Josef im Interview mit Radio Horeb

Die Seelsorgeeinheit Walldürn und die Wallfahrt zum Heiligen Blut stehen im Dezember im Mittelpunkt mehrerer bundesweiter Radiosendungen.

Der christliche Rundfunksender Radio Horeb kommt mit einem Übertragungsteam, um im Rahmen seiner Sendereihe „Pfarrei der Woche“ live zu übertragen. Am Freitag, 11. Dezember wird dazu der Rosenkranz um 18 Uhr, die nachfolgende Heilige Messe ab 18.30 Uhr sowie daran anschließend um 19.30 Uhr die eucharistische Abendandacht „Stay&Pray – bleiben und beten“ live ausgestrahlt. Am Sonntag, den 13. Dezember wird um 9.30 Uhr der Sonntagsgottesdienst ebenfalls bundesweit live zu hören sein. Zelebrant ist jeweils Pater Josef Bregula. Die kirchenmusikalische Gestaltung am Sonntag übernimmt die Gruppe „Young Musicians“. Bereits im Vorfeld zu diesem Wochenende wurde ein Interview mit Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. sowie Achim Dörr vom Stay&Pray-Team über den Dienst in der Seelsorgeeinheit Walldürn, die Wallfahrt, das Stay&Pray-Format und die Region geführt. Diese Vorstellung zur „Pfarrei der Woche“ wird bereits am Donnerstag, 10. Dezember um 13.00 Uhr auf Radio Horeb zu hören sein. Die Gemeindemitglieder sind eingeladen, dem Übertragungsteam während der Sendetage über die Schulter zu schauen, Radio Horeb kennen zu lernen, mitzufeiern und mitzubeten. Es wird dazu ein Informationsstand aufgebaut.

Information und Erreichbarkeit:

Radio Horeb ist seit über 20 Jahren mit einem täglichen 24-Stunden-Angebot und hohem Liveanteil auf Sendung, an deren Programm mehrere hundert Referenten aus Deutschland mitarbeiten. Liturgie und Gebet, Lebenshilfe, Christliche Spiritualität, Nachrichten und Musik bilden dabei die Schwerpunktthemen. Das große Podcast-Angebot mit aktuell rund 30.000 Podcasts sind auf der Internetseite unter: www.horeb.org abrufbar und spiegelt die Vielfalt unterschiedlichster Lebensbereiche der Menschen von heute wieder. Erreichbar ist der Sender nahezu bundesweit über die neue Rundfunktechnik DAB+ sowie über Satellit, Internet, Phonecast, dem Amazon-Sprachassistenten „Alexa“ und auf Smartphones über die Radio Horeb-App. Im Großraum München auch über die UKW-Frequenz 92,4 MHz.

Planungen für die Wallfahrt 2021 fest im Blick

Vorstellung des Franziskaner-Konvent beim Pilgerführertreffen 2020

Treffen der Wallfahrtsorganisatoren in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn – Leitwort vorgestellt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir!“ (Jes 41,10a) 

Besonders in diesen Krisenzeiten, im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, war es der Walldürner Wallfahrtsleitung ein wichtiges Anliegen, mit den Pilgerführern und Organisatoren der Fußwallfahrtsgruppen im Gespräch und Austausch zu bleiben. Daher fand das traditionelle Treffen, wenn auch mit verändertem Ablauf, Mitte Oktober am Eucharistischen Wallfahrtsort ausschließlich in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut statt. Rund zwanzig, satt der üblich siebzig, Hauptverantwortliche der Pilgergruppen fanden sich zur Eucharistiefeier und der anschließenden Präsentation des nächstjährigen Leitworts ein.

Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. begrüßte zu Beginn der Eucharistiefeier die Teilnehmer in der Basilika und auch diejenigen, die über die Sozialen Medien bei YouTube live verbunden waren. „Es ist schön und wichtig, dass wir gerade jetzt in diesen schweren Zeiten in Kontakt bleiben und uns auch Gedanken über die weitere Entwicklung der Wallfahrt im kommenden Jahr machen“, brachte Pater Josef seine Freude zum Ausdruck. In seiner Predigt beschrieb er die gegenwärtige Situation in der Kirche als nicht rosig. Der Ruf nach Veränderungen ist überall gegenwärtig und beschäftige viele Gremien und Verbände. Dabei sei es aber wichtig, dass man diese Veränderungen nicht nur bei den anderen sucht und einfordert, denn Veränderung muss vor allem zunächst bei jedem selber beginnen.

Vorstellung der neuen Mitbrüder im Franziskaner-Konvent

Nach dem Pilgergottesdienst stellte der Wallfahrtsleiter dann seine neuen Mitbrüder im Franziskaner-Konvent, Pater Irenäus Wojtko, Pater Leon Rawalski, Pater Lukas Sliwinski und Pater Kamil Piotrowski vor, die auch alle in der Wallfahrtsseelsorge mit eingebunden sind. Die Bedeutung der Wallfahrt unterstrich auch die neue Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Seelsorgeeinheit Walldürn, Eva-Maria Kötter, in ihrem Grußwort an die Pilgerführer. „Wir setzen alles daran, dass die Wallfahrt im nächsten Jahr in irgendeiner Form stattfinden kann. Veränderungen können auch Platz für Neues entstehen lassen, daher sind auch Anregungen und Ideen aus Reihen der Organisatoren jederzeit willkommen“, so Kötter.

 

Vorstellung des Franziskaner-Konvent beim Pilgerführertreffen 2020

Wallfahrtsleiter Pater Josef stellte beim Pilgerführertreffen seine neuen Mitbrüder im Franziskaner-Konvent, Pater Irenäus Wojtko, Pater Kamil Piotrowski, Pater Leon Rawalski und Pater Lukas Sliwinski (von rechts nach links) vor.

Vorstellung des Leitworts zur Wallfahrt 2021

Pater Irenäus präsentierte dann das Leitwort zur Wallfahrt 2021, das vom Propheten Jesaja entnommen ist (Jes 41,10a): „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit Dir.“ Damit verbunden waren zunächst die Fragestellungen: Warum pilgern Menschen? Was oder wen suchen sie? Was erwarten sie? Warum bin ich unterwegs? Das Pilgern bringt den Glauben in Bewegung und lässt uns mit Gleichgesinnten zusammen kommen. Gleichzeitig können wir aber auch mit uns alleine unterwegs sein und mit Gott. „Es sind vor allem die existentiellen Probleme die uns antreiben auf einen Pilgerweg zu gehen und dabei beschäftigen“, so Pater Irenäus. Krankheit, Angst, Jobverlust, Sinnsuche und die Weltereignisse wie Terror, Krieg und Naturkatastrophen stehen dabei im Mittelpunkt. Gerade die Angst ist ein Teil unseres Lebens, die uns begleitet. Sie loszulassen, Gott anzuvertrauen und ihm zu übergeben, muss unser Ziel dabei sein. Denn Gott steht an unserer Seite und hilft uns unsere Probleme zu tragen und zu ertragen. So können auch wieder Lichtstrahlen der Hoffnung und der Zuversicht in unser Leben einkehren und wir können mutig nach vorne gehen und die Dinge des Lebens anpacken. An zahlreichen Bibelstellen machte Pater Irenäus deutlich, dass Gott diese Botschaft spricht: „Fürchte Dich nicht“. 40 Millionen Christen pilgern jährlich und die Sehnsucht des Menschen ist Gott alleine, aber auch umgekehrt steht fest: „Der Mensch ist die größte Sehnsucht Gottes“, so sein Fazit.

Pilgerführer bekommen Präsentation für eigene Vorbereitungen

Alle Pilgerführer bekommen diese Präsentation zugesandt, um mit ihren Pilgergruppen darüber ins Gespräch zu kommen und sich inhaltlich auf die nächste Wallfahrt vorzubereiten, die thematisch in der jetzigen Situation besser nicht passen könnte.

In einer abschließenden kurzen Andacht mit sakramentalem Segen verabschiedete Pater Josef dann die Teilnehmer mit dem Wunsch auf ein frohes und gesundes Wiedersehen im nächsten Jahr. Er danke allen für ihr Kommen und besonders auch den Haupt- und Ehrenamtlichen des Wallfahrtsausschusses für ihr Engagement zum Gelingen dieses Treffens.

 

Pilgeramt anlässlich des Treffen der Pilgerführer zur Nachschau:

Gottesdienst zum Pilgerführertreffen auf YouTube

Gottesdienstübertragungen aus der Basilika bei K-TV

(c)3.k-tv.org

Bereits seit 2016 sendet der private katholische Fernsehsender K-TV Gottesdienste aus der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut. Erst mit mobilen Teams, seit 2019 mit festen Kameras. Übertragungen: mind. zwei mal im Monat aus der Wallfahrtsbasilika.

Im August 2019 wurden dann feste Kameras in der Basilika installiert (Fernsehsender K-TV installiert Kameras in Basilika) . Der Schwerpunkt der Übertragungen lag anfänglich zunächst auf den besonderen Festtagen der jährlichen Hauptwallfahrtszeit. Mittlerweile hat sich dies geändert und der 1999 von Pfarrer Hans Buschor gegründete Sender, dessen Träger seit 2011 die Kephas Stiftung gGmbH in Opfenbach ist, überträgt seit März 2020 mindestens zweimal im Monat die Eucharistiefeier aus der Wallfahrtsstadt. “Unsere Zuschauer freuen sich sehr über die schönen Heiligen Messen aus Walldürn. Wir von K-TV sind dankbar für die reibungslose und gute Zusammenarbeit mit allen vor Ort. Von der Technik über die Kirchenmusik bis hin zur Wallfahrtsleitung läuft alles hervorragend”, so der Geschäftsführer des Senders Dr. Johannes Hattler.

Programm gründet auf Glaubensfundament

K-TV startete als erster katholischer Fernsehsender in deutscher Sprache die Verkündigung des Evangeliums über das Medium Fernsehen täglich 24 Stunden. Das Programm möchte Glaubenswissen vermitteln und gründet auf ein echtes Glaubensfundament. Alle Altersgruppen werden dabei angesprochen. Zahlreiche Ehrenamtliche tragen nach ihren Möglichkeiten zum Programm und zu dessen Verbreitung bei. Neben der Übertragung von Gottesdiensten werden aber auch kulturelle Beiträge und Dokumentationen gezeigt. Auch Exerzitien und Lebenshilfen sind im Programm fest verankert. K-TV ist der Fernsehsender für alle, die aus verschiedensten Gründen die Heilige Messe nicht besuchen können, die Orientierung für ihr Glaubens- und Gebetsleben oder Hilfe zur Vertiefung der persönlichen Gottesbeziehung suchen. Die Finanzierung des Senders erfolgt durch Spenden.

Weitere Übertragungstermine:

„In diesen besonderen Zeiten, wo das Platzangebot auf Grund der Corona-Pandemie nur begrenzt zur Verfügung steht, ist es zudem natürlich eine sehr gute Möglichkeit die Gottesdienste von zuhause aus anzuschauen“, unterstreicht Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. vom Konvent der Franziskaner-Minoriten und ergänzt, „dass das Pilgerheiligtum Zum Heiligen Blut in Walldürn damit überregional an Bekanntheit weiter hinzugewinnt.“

 

SendeterminGottesdienstPlattform
So, 29.11.202009:30 Uhr: GottesdienstK-TV, YouTube

 

Hinweis: Die Übertragungstermine werden fortlaufend aktualisiert.

Heidingsfelder Radlergruppe zum 15. Mal mit dem Fahrrad zum Walldürner Gnadenort unterwegs

Pater Josef Bregluar und die Radwallfahrer aus Heidingsfeld im Altarraum des Freialtars

Auch wenn die offizielle Rad-Wallfahrt in diesem Jahr Corona-bedingt abgesagt werden musste, so kamen am vergangenen Wochenende doch einige Radlerinnen und Radler in der Wallfahrtstadt an.

Darunter vor allem auch das siebenköpfige Radler-Team der TGWH-Seniorengruppe 60plus, die in diesem Jahr einen ganz besonderen Anlass zu feiern hatten: Denn seit 15 Jahren radeln die Senioren, die beiden ältesten sind 82 und 84 Jahre, in drei Tagen von Heidingsfeld bei Würzburg nach Walldürn und über den bayerischen Untermain wieder zurück in ihre Heimatgemeinde. „Auch wenn bis auf einen Mitradler alle mit E-Bikes ausgestattet sind, so muss man die Strecken mit ihren diversen Steigungen erst einmal bewältigen“, betonte der 82-jährige Tourleiter Fritz Bürner.

Teilnahme an der “Rundfahrt für den Frieden” wurde zur Tradition

Es ist eine schöne Tradition geworden und die fränkische Radlergruppe nahm in all diesen Jahren immer am zweiten Tag ihrer Tour an der „Rundfahrt für den Frieden“ im Rahmen der Walldürner Fahrrad-Wallfahrt teil. Deshalb trafen sie sich auch in diesem Jahr wieder am Samstagmorgen an der Friedenskapelle in der Würzburger Straße um von dort eine Rundfahrt um Walldürn anzutreten.

Radwallfahrer vor der Friedenskapelle Walldürn

Traditionell startete die Radlergruppe aus Heidingsfeld die „Rundfahrt für den Frieden“ an der Friedenskapelle in der Würzburger Straße

Mit Gebeten und Meditationstexten, vorgetragen von Klaus König, und gesungenen Liedern, begleitet vom Trompeter Hans Müller, wurden fünf Stationen angesteuert. Über die St. Anna-Kapelle bei Hainstadt, zwei Wegkreuze sowie dem Märzenbrünnlein erreichte man nach gut zwei Stunden die Basilika wo Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. die Gruppe am Wallfahrtsplatz begrüßen konnte.

 

Radwallfahrer auf dem Wallfahrtsplatz Wallfahrtsbasilika Walldürn

Wallfahrtsleiter Pater Josef begrüßte das siebenköpfige Radlerteam aus Heidingsfeld beim Abschluss am Wallfahrtsplatz und erteilte den Segen.

Er dankte den Radlern für ihre Treue zum Wallfahrtsort und die schöne Tradition mit dem Rad zum Gnadenort zu kommen. Mit dem Friedensgebet vom Heiligen Franziskus, dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ sowie dem Abschiedssegen endete der Vormittag in Walldürn, bevor die Gruppe dann Richtung Amorbach weiter radelte.

Am Abend nahm dann noch die Radgruppe aus Ubstadt-Weiher an der Vorabendmesse in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut teil.

Sven Geier wird neuer Kirchenmusiker

Orgel der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn

Nachfolger von Christopher Henk gefunden / Amtseinführung am Samstag (29.08.2020)

In seiner jüngsten Sitzung regelte der Stiftungsrat der Seelsorgeeinheit Walldürn die Nachfolge von Christopher Henk für die Stelle des neuen Kirchenmusikers.

Henk wird ab 1. September einen neuen Weg einschlagen und zum Eintritt in eine geistliche Gemeinschaft sowie für weitere Studien nach Wien wechseln. Als sein Nachfolger wurde Sven Geier aus Eiersheim zum neuen Kirchenmusiker der römisch-katholischen Kirchengemeinde Walldürn bestellt. Das Beschäftigungsverhältnis ist befristet und ihm obliegen damit die Leitung des Kirchenchores, Jugendchores und Kinderchores sowie natürlich das Orgelspiel in der Basilika.

Sven Geier: Neuer Kirchenmusiker als Ersatz für Christopher Henk

Sven Geier, der 1995 in Wertheim am Main geboren ist, wuchs in Eiersheim, einem Ortsteil von Külsheim auf. Erste musikalische Fähigkeiten erlangte er in der Jugendmusikschule in Külsheim. Dort spielte er Flügelhorn, Tenorhorn, Klavier und Orgel. Seither war und ist er auch Mitglied bei den „Eiersheimer Musikanten“ und anderen musikalischen Gruppierungen.

Im Jahr 2010 begann er mit der Ausbildung zum Kirchenmusiker (C-Ausbildung) beim Amt für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg, die er 2013 abschloss. Es folgten einige Semester des Studiums der Kirchenmusik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Orgel: unter anderem bei Universitäts-Professor Gerhard Gnann und Professor Alfred Müller-Kranich; Chorleitung: bei Professor Mathias Breitschaft).

Mit dem Beginn seines Ministrantendienstes 2005 engagiert er sich auch in der kirchlichen Jugendarbeit in seinem Heimatdekanat Tauberbischofsheim und seit einigen Jahren auch bei den Domministranten am Kiliansdom in Würzburg. Dort ist er auch in der Dom-Musik als Sänger, Kantor und Organist tätig. Seit 2020 ist er auch als Führungskraft beim Domführungsdienst am Kiliansdom Würzburg engagiert.

Weitere kirchenmusikalische Erfahrungen als Organist und Chorleiter konnte er über Jahre an diversen Stationen in den Seelsorgeeinheiten Grünsfeld-Wittighausen, Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen sammeln. Nach knapp zweijährigen theologischen Studien an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wird er ab Oktober an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg das Studium der Kirchenmusik (Bachelor of Music) fortführen und dort voraussichtlich auch beenden.

In Walldürn ist Sven Geier kein Unbekannter: In den letzten Wochen und Monaten, besonders in der ersten Phase der Corona-Pandemie, war er immer wieder als Chorsänger und Solist bei den Gottesdiensten eingebunden. Auch in der Choralschola St. Georg hat er gesanglich mitgewirkt. (ac)

Franziskaner-Konvent steht vor personellen Veränderungen

Der Konvent der Franziskaner-Minoriten in der Wallfahrtsstadt Walldürn steht vor personellen Veränderungen. Beim diesjährigen Provinzkapitel der Danziger Franziskaner-Minoriten-Provinz wurden weitreichende Personalentscheidungen getroffen, die auch in Walldürn Auswirkungen haben.

Folgende Priesterwechsel stehen somit zum 1. August 2020 in der Walldürner Klostergemeinschaft an:

Pater Andreas Lengenfeld OFM Conv. kehrt nach Polen zurück. Er wurde zum Stellvertreter des Provinzials ernannt und außerdem zum Guardian (Leiter) des Konvents in Danzig gewählt. Pater Andreas war seit vier Jahren als Kooperator in der Seelsorgeeinheit tätig und war neben seinen Aufgaben in der Wallfahrtsstadt schwerpunktmäßig Ansprechpartner für die Pfarrei Glashofen mit den Gemeinden der Walldürner Höhe und das Odenwald-Hospiz in Walldürn.

Pater Thaddäus Pytka OFM Conv. wechselt in den Konvent nach Werdohl, wo er bereits früher einmal tätig war. Auch er war ebenfalls vier Jahre als Vikar in der Seelsorgeeinheit eingesetzt und neben den Aufgaben am Wallfahrtsort hauptsächlich Ansprechpartner für die Pfarrei Rippberg/Hornbach.

Pater Christoph Szachta OFM Conv., der seit 2013 als Vikar in der Seelsorgeeinheit wirkte und neben seinen Aufgaben in Walldürn insbesondere Ansprechpartner für die Pfarrei Altheim war, wechselt zusammen mit Pater Thaddäus nach Werdohl.

Pater Josef Bregula OFM Conv. dankt im Namen der gesamten Seelsorgeeinheit seinen drei Mitbrüdern, die nun in Kürze Walldürn verlassen werden, sehr herzlich für ihr segensreiches Wirken und ihren Einsatz in den verschiedenen Bereichen der Gemeindepastoral und der Wallfahrtsseelsorge. Besonders dankt er auch für ihr Engagement in der Ministranten- und Jugendarbeit, bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung sowie in der Seniorenarbeit, vor allem auch in den Palliativ- und Pflegeeinrichtungen. Damit verbunden sind für die drei Seelsorger die Wünsche für Gottes reichen Segen, viel Kraft für die kommenden Aufgaben und die Freude an den neuen Wirkungsorten.

Ab 1.August 3 neue Seelsorger in Walldürn

Gleichzeitig werden am 1. August folgende Franziskaner-Minoriten der Danziger Provinz in der Wallfahrtsstadt Walldürn ihren Dienst beginnen:
Pater Leon Rawalski OFM Conv., geboren am 18. Oktober 1942. Er wurde am 22. Juni 1968 zum Priester geweiht.
Pater Irenäus Wojtko OFM Conv., geboren am 24. Dezember 1969. Er wurde am 18. Mai 1997 zum Priester geweiht und beginnt seinen Dienst als Kooperator in der Seelsorgeeinheit.

Pater Lukas Sliwinski OFM Conv., geboren am 12. April 1984. Er wurde am 2. Juni 2012 zum Priester geweiht und beginnt seinen Dienst als Vikar in der Seelsorgeeinheit Walldürn.
Pater Kamil Piotrowski OFM Conv., geboren am 29. September 1992. Er wurde am 27. April 2019 zum Priester geweiht und beginnt seinen Dienst ebenfalls als Vikar einen Monat später am 1. September 2020.

Schon jetzt ergeht im nächsten Pfarrblatt allen Geistlichen ein herzliches Willkommen
in Walldürn verbunden mit den besten Wünschen für einen guten Start, Gottes Segen, einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Gremien und kirchlichen Gruppen und ein angenehmes Miteinander mit allen Gemeindemitgliedern.

Corona bedingt erfolgt keine zentrale Verabschiedung

Leider kann in der aktuellen Corona-Lage aus Platzgründen kein zentraler Verabschiedungs- und Einführungsgottesdienst sowie auch keine gemeinsamen Empfänge mit allen Gemeindemitgliedern der Seelsorgeeinheit stattfinden.

Kirchenmusiker Christopher Henk beschreitet einen neuen Weg

Zum 31. August 2020 beschreitet der Kirchenmusiker der Wallfahrtsbasilika Zum Heiligen Blut, Christopher Henk, neue persönliche Wege und geht zum Eintritt in eine geistliche Gemeinschaft sowie für weitere Studien nach Wien.
Christopher Henk übernahm zu Beginn der Elternzeit von Katrin Agbowo deren Aufgaben im Organistendienst an der Basilika und in der Leitung des Kirchenchors sowie des Kinder– und Jugendchors in der Seelsorgeeinheit Walldürn.
Herr Henk rief darüber hinaus die Choralschola ins Leben und formierte verschiedene Projektchöre, um so mit vielen Mitwirkenden ein breit gefächertes musikalisches Programm zu erarbeiten und anspruchsvolle Werke zu Gehör zu bringen. Außerdem unterstützte Christopher Henk die Organistendienste in der gesamten Seelsorgeeinheit. Gerade auch in den letzten Monaten, während der Coronakrise, wirkte er kreativ im Online-Team mit und arrangierte immer wieder wechselnde musikalische Besetzungen zu den verschiedenen Gottesdiensten.
Pater Josef Bregula OFM Conv. dankt Christopher Henk herzlich für seinen engagierten Einsatz in der Musica Sacra und wünscht ihm im Namen der gesamten Seelsorgeeinheit für seinen weiteren Lebensweg Gottes Segen, viel Freude und alles Gute.

Auslöser war das Gebet für die Eindämmung der Corona-Pandemie vor dem geöffneten Blutschrein

Übertragung des Gottesdienst aus der Wallfahrtsbasilika Walldürn

Es war mit Blick auf die lange Wallfahrts- und jüngere Zeitgeschichte sicherlich einmalig, dass der Blutschrein außerhalb der Hauptwallfahrtszeit und anwesender Pilgergruppen zum Gebet geöffnet wurde. Auslöser war die immer stärker ansteigende Ausbreitung der Corona-Pandemie Mitte März 2020. Das Pastoralteam hatte sich dann kurzer Hand dafür ausgesprochen, dass in dieser außergewöhnlichen Lage und bedingt auch nach Aussetzung der Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit der Blutschrein zum Gebet für die Eindämmung und Beendigung dieser bedrohlichen Situation geöffnet wird.

Abendandachten wurden in der leeren Basilika gefeiert  – mit Liveübertragung übers Internet

Ende März fand dann die erste Abendandacht in der leeren Basilika statt. Dies war dann gleichzeitig auch der Beginn für eine Kommunikation, die bislang in der Wallfahrt und der Seelsorgeeinheit Walldürn noch nicht stattgefunden hatte: Liverstreaming (Direktübertragung) auf den Social-Media Kanälen von YouTube und Facebook.

Der große Vorteil war, dass sich bereits in den Jahren zuvor ein vierköpfiges Online-Team gefunden hatte, um die Wallfahrt über die sozialen Netzwerke zu verbreiten. Dennoch: Diese Herausforderung war von einer ganz anderen Größenordnung. Mit durchweg privaten Endgeräten, Leitungen und entsprechender digitaler Ausrüstung wurden die Übertragungen realisiert. Die Stadt Walldürn hatte mit zwei großen Beleuchtungs-strahlern dankenswerterweise die Arbeit unterstützt und so konnte ein qualitativ optimales Bild für die Computer- und Fernsehbildschirme erzeugt werden.

Übertragungstermine wurden erweitert

Neben den Abendandachten am Blutaltar wurde dann zusätzlich die Heilige Messe donnerstags am Blutaltar live übertragen. Auch die Kar- und Ostertage, die weiterhin ohne Gläubige in der Basilika stattfanden, wurden in vollem Umfang live in die häuslichen Wohnzimmer gesendet. Mittlerweile wurde ein eigener YouTube-Kanal unter „Seelsorgeeinheit Walldürn“ eröffnet und bis heute haben sich dort 408 Abonnenten registriert. Von Übertragung zu Übertragung konnte das Team durch umfangreiche Ankündigungen eine größere Reichweite erlangen und auch die vielen positiven Rückmeldungen nahmen zu. „Die Menschen hatten sich von Herzen bedankt, dass wir diese Möglichkeit angeboten haben und sie so mit uns in Verbindung bleiben konnten“, weiß Pater Josef Bregula OFM conv. im Rückblick zu berichten.

Übertragungen im Rahmen der abgesagten Wallfahrtszeit

Auch nach den ersten Lockerungen und der Öffnung der Gottesdienste für eine heute noch begrenzte Anzahl von Kirchenbesuchern, wurden an den Hochfesten Christi Himmelfahrt und an den Pfingsttagen diese Livestreamings fortgeführt. Zudem zeigte auch immer mehr der katholische Fernsehsender K-TV Interesse und nahm die Gottesdienste aus Walldürn in sein Programm auf. Erfreulicherweise auch in der Phase der abgesagten Hauptwallfahrtszeit. Durch diese positiven Rückmeldungen entschlossen sich die Verantwortlichen im Pastoralteam auch für die Übertragungen an Fronleichnam und dem Großen Blutfeiertag um den Gläubigen innerhalb der Seelsorgeeinheit und den vielen Pilgern eine Teilnahmemöglichkeit an den Eucharistiefeiern anzubieten.

Und auch bedingt durch die vielen online zugesandten Anliegen von Menschen, wurden ab dem Dreifaltigkeitssonntag bis zum Sonntag, 5. Juli die Abendandachten auf YouTube und teilweise auch in K-TV übertragen. „Es war eine echte Herausforderung bei der wir immer dazugelernt haben und gleichsam war es auch eine ganz wunderbare Erfahrung in der Gruppe“, so das Fazit des Online-Teams.

Rund 11.000 Einzelnutzer erreicht

Bei den bisher 44 Übertragungen waren rund 11.000 Einzelnutzer live dabei und insgesamt wurden die Videos in ihrer Gesamtheit rund 40.000 Mal aufgerufen. Dabei wurden aus sechs Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz, die Aufrufe registriert. Die Technik und die Organisation war das Eine. Aber vor allem waren es auch die Predigten, die Texte und die immer wieder neu arrangierte Musik mit wechselnden Solisten, die diese Zeit zu einer ganz besonderen und emotionalen Erfahrung für alle gemacht hat.

 

Pilger-Gottesdienst in Obertshausen

Altardienst und Pfarrer in Obertshausen

Eigentlich war es ein ganz gewöhnlicher Pilgergottesdienst und doch war er in seiner Art etwas ganz besonderes. Der aus Viernheim gebürtige Pfarrer Norbert Hofmann, der bereits seit 33 Jahren segensreich in Obertshausen als Seelsorger wirkt hatte nämlich zu dieser Eucharistiefeier zur Ehre des Heiligen Blutes eingeladen. Und: Alle sind gekommen. Die Pilgervertreter aus Viernheim, aus Köln-Porz-Urbach und auch eine Abordnung der Walldürner Wallfahrtsleitung. Denn eines haben alle mit dem lebensfrohen und engagierten Pfarrer gemeinsam: Die Verbindung zur Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn. Die Viernheimer Pilgergruppe kommt schon seit dem 18. Jahrhundert nach Walldürn gepilgert. Die traditionelle Kölner Fußwallfahrt macht auf ihrem Weg nach Walldürn seit einigen Jahren immer an der Herz-Jesu Kirche in Obertshausen eine kurze Station, wo sie von Pfarrer Hofmann herzlich empfangen werden. Und natürlich die Wallfahrtsstadt Walldürn selber, die immer am Großen Blutfeiertag von der Pfarrei Obertshausen besucht wurde. Diese Tradition versprach Pfarrer Hofmann in Zukunft wieder intensiver aufleben zu lassen.

Übertragung des Gottesdienst in die spanische Pilgerstadt

Eine ganz große Überraschung präsentierte der Seelsorger dann noch zu Beginn der Heiligen Messe: Diese wurde nämlich über den Lokal-TV Sender (OF-TV) für die Stadt und den Kreis Offenbach per Livestream übertragen und ganz gezielt in die spanische Wallfahrtsstadt Caravaca de la Cruz, die mit Obersthausen seit 2012 eine ganz intensive Freundschaft mit vielen gegenseitigen Besuchen verbindet. Als Vertreter dieser Gruppe war der aus Caravaca de la Cruz stammende und jetzt vielseitig engagierte Obertshäuser Luis Galvez im Gottesdienst mit dabei.

Der feierliche Einzug in die aufgrund der Coronakrise nur wenig besetze Kirche machte durch die mitgetragenen Blutsfahnen auch sichtbar, dass die Wallfahrt in Walldürn alle verbindet. Anstelle der Predigt überließ dann Pfarrer Hofmann, der die Eucharistiefeier in einem von der Walldürner Delegation mitgebrachten Heilig-Blut-Messgewand feierte, das Mikrophon den Vertretern der Gastgruppen. Es waren bewegende Worte, die Lotte Minich für die Viernheimer, Stefan Beßlich für die Kölner und Rainer Kreis für die Walldürner Wallfahrtsleitung sprachen. Alle natürlich traurig über die in diesem Jahr nicht stattgefundenen Wallfahrtstage auf dem Weg nach und in Walldürn.

Altardienst und Pfarrer in Obertshausen

Das Bild zeigt die Gastabordnungen, Ministranten und Pfarrer Norbert Hofmann im Altarraum der Herz-Jesu-Kirche in Obertshausen.

Walldürner Abordnung vor Ort

Pfarrgemeinderat Rainer Kreis, der mit Jürgen Kugler vom Wallfahrtsausschuss und Achim Dörr vom Pastoralteam gekommen war, übermittelte besonders auch die Grüße von Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. und skizierte die Geschichte der Wallfahrt mit dem Wunsch auf ein frohes Wiedersehen im kommenden Jahr in Walldürn. In spanischer Sprache übermittelte dann noch Luis Galvez die Geschichte von Walldürn und die Situation in diesem Jahr. Nach dem Gottesdienst, der von einer Solistin, sogar mit dem Walldürner Blutlied, wunderbar umrahmt wurde, traf man sich noch zu einem Austausch beim gemeinsamen Mittagessen. Abschließend besuchte man die Kirche St. Thomas Morus mit dem Nachbau des original doppelarmigen Kreuzes von Carvaca de la Cruz am Kirchenvorplatz und der Blutreliquie des 2014 heiliggesprochenen Papstes Johannes Paul II.

Nicht ohne ein Abschiedspräsent entließ Pfarrer Hofmann, der sich nicht wie ein ferner Theologe, sondern wie ein Familienvater für `seine´ Katholiken fühlt, seine Gäste mit einem Brot namens „Norbertiner“. Eine Wertschätzung für eine innige Verbundenheit der Obertshäuser zu ihrem beliebten Seelsorger Norbert Hofmann.

 

Dieser Gottesdienst ist auf der Facebook-Seite des lokalen Fernsehsenders OF-TV abrufbar:

OF-TV: Gottesdienst aus Obertshausen

Polnischer Fernsehsender dokumentiert die Wallfahrt

Polnisches Fernsehteam auf dem Wallfahrtsplatz

Noch im letzten Jahr besuchte die polnische Journalistin und Fernsehredakteurin Eva Piasecka-Sikora ganz privat die Wallfahrtsstadt Walldürn und verbrachte hier einen Tag in der Hauptwallfahrtszeit.

Sehr beeindruckt von dem Ereignis um das Blutwunder und dem Wallfahrtsgeschehen wollte sie, dass möglichst viele Menschen auf der ganzen Welt von diesem Gnadenort erfahren. Und so kam die Redakteurin am Wochenende mit einem mehrköpfigen Kamerateam von TV Polonia, einem Auslandssender des polnischen, öffentlich-rechtlichen Fernsehens TVP, welcher mit dem polnischen Außenministerium zusammenarbeitet, erneut in die Wallfahrtsstadt um eine längere Filmreportage zu drehen.

Der Fernsehsender TV Polonia ist weltweit ausgerichtet und hat als Zielgruppe die vielen im Ausland lebenden polnischen Staatsangehörigen. Der Sender wird seit März 1993 regulär ausgestrahlt und erfährt gerade im Ausland enormen Zuspruch und große Popularität. Piasecka-Sikora sagte in ihrer Anmoderation, „dass dieser Eucharistische Wallfahrtsort Walldürn zu den großen Wallfahrtsorten in der Welt gehört.

Der Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFM Conv. war sichtlich erfreut über das Interesse des polnischen Fernsehsenders und stand dem Redaktions- und Fernsehteam für Fragen zur Geschichte um die Wallfahrt zum Heiligen Blut Rede und Antwort.

Mit insgesamt drei Kameras wurden zahlreiche Aufnahmen innerhalb und außerhalb der Basilika und am Wallfahrtsplatz gemacht, die für diese Dokumentation nun aufbereitet werden.

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